Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung liegt vor – Fachtagung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz

Am 29.11.2016 fand auf Einladung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) eine Fachtagung zur Vorstellung des Aktionsplanes der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechts-konvention (UN-BRK) im Freistaat Sachsen im Tagungszentrum der MESSE DRESDEN statt. Eingeladen waren dazu Vertreter der Verbände von Menschen mit Behinderungen, kommunaler Verbände, die Mitglieder des Sächsischen Landesbehindertenbeirates (SLB), der Landespolitik sowie Mitglieder aus den themengebundenen Arbeitsgruppen, die aktiv an der Erstellung des  Aktionsplanes mitgewirkt haben. Unter den Teilnehmern befanden sich zahlreiche Vertreter aus dem Vorstand und den Mitgliedsverbänden der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen (LAG SH).

 

Weitere Informationen gibt es hier :

https://www.selbsthilfenetzwerk-sachsen.de/index.php?menuid=411&reporeid=3082

 

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Sozialministerin Barbara Klepsch bei ihrer Eröffnungsrede

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Herr Torsten Nitzsche vom SMS, als Projektkoordinator, beim Rückblick auf den Erstellungsprozess des Aktionsplanes

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Podiumsdiskussion mit Frau Barbara Klepsch ( Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz ), Herrn Stephan Pöhler ( dem Beauftragten der Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen ) und Herrn Torsten Nitzsche ( Projekkoordinator des SMS )

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Tanzdarbietung des Tanztheaters “ ColumbaPalumbus“ aus Dresden

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Gemeinsame Vorstandssitzung der SHNW Partner – LAG SH und LSK Sachsen am 26.11.16 in der Michelangelostraße 2

Zu ihrer traditionellen, gemeinsamen Vorstandssitzung von LAG Selbsthilfe und LSK Sachsen trafen sich in den Räumen des SHNW am 26.11.16 Vorstandsvertreter der beiden Vereine. Nach der Begrüßung und Eröffnung der Beratung durch die Vorstandsvorsitzenden ( Frau Britta Soppala und Herrn Dr. Matthias Müller ) wurde die vorgeschlagene Tagesordnung ergänzt und bestätigt. Nun konnte danach verfahren werden und als erstes, das Protokoll der letzten gemeinsamen Sitzung vom 16.07.16 einstimmig bestätigt werden. Danach erläuterte Dr. Müller den Anwesenden die Situation der LAG SH, er lobte dabei die Arbeit von Frau Böhme und Frau Helm, den neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Aber auch die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit, die Mitarbeit in Gremien und AGs sowie den Fachtag vom 18.11.16 und die schwierige Arbeit im Vorstand stellte er ausführlich dar. Frau Soppala ging in ihren Ausführungen zum LSKS auf das gute Miteinander im Vorstand, die verabschiedete Geschäftsordnung und die stabilisierten Finanzverhältnisse ein. Im nächsten Tagesordnungspunkt erläuterte Dr. Müller den Stand und die Beantragung für 2017/18 des Projektes „Inklusionsnetzwerk Sachsen“, mit dem die LAG SH „steht oder fällt“! In diesem Zusammenhang berichtete er von seinem Gespräch in der Landesdirektion Chemnitz, wo die Bearbeitung der Jahresscheibe 2017/18 z.Z. erfolgt. Als nächster Tagesordnungspunkt schloss sich die Berichterstattung zum Landesaktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN BRK an. Dabei wurden von den Teilnehmern nochmals sehr kritische Bemerkungen zum „unscharfen“ Inhalt, zu den Slogen der Sensibilisierungskampagne und zu den fehlenden Kontrollmechanismen zur Umsetzung des Planes gemacht. Am 29.11.16 wird ein Fachtag in der Messe Dresden stattfinden, der den Prozess der Erstellung und Umsetzung des Landesaktionsplanes noch mal beleuchtet, vielleicht entstehen dort auch noch neue Impulse für die Selbsthilfe?! In einem offenen und konstruktiven Meinungsaustausch der Anwesenden, wurden die Problemkreise der Vereine ausgetauscht, gemeinsame Anstrengungen zur Stärkung des SHNW und eine gemeinsame Beratung der Vorstände von LAG SH und LSKS mit allen Mitarbeitern im SHNW für 2017 vereinbart. Mit Informationen, Terminen und Überlegungen zu einer gemeinsamen Klausur im Herbst 2017 wurde die Beratung abgerundet. Es gab zur Arbeit der Otto Perl Stiftung, von der GKV Fördermittelberatung im Oktober 2016, zur Initiative BuMS ( Behinderung und Menschenrechte in Sachsen ), zum BTHG Arbeitsstand, zur Allianz für Arbeit und Menschen mit Behinderungen, zum Projekt „Dabei sein“ u.a. nähere Informationen. Am Ende der Zusammenkunft stand nach anstrengender Tagungsarbeit ein gemütliches Beisammensein bei Stollen und Weihnachtsgebäck und gutem Kaffee.

DGB Tagung zum BTHG und die Schwerbehindertenvertretungen

Der DGB und der Verein Arbeit und Behinderung hatten am 01.12.16 zu einer Tagung zum Thema „Bundesteilhabegesetz und die Schwerbehindertenvertretungen“ nach Dresden ins art`forum ( Kunsthalle Dresden ) eingeladen. Mit einem ansprechenden Trommelkonzert der „Happy Drummers“ ( einem Kooperationsprojekt der Lebenshilfe Dresden und des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden ) wurde der Tag eröffnet. Danach eröffnete der 1. stellv. Vorsitzende der DGB Gesamtschwerbehindertenvertretung, Werner Schuh, die Tagung und begrüßte die ca 80 Anwesenden aus Selbsthilfevereinen, als Schwerbehindertenbeauftragte aus Unternehmen, Vertreter der Freien Wohlfahrt und der Politik. In seinem Grußwort und als Impuls für das Thema, ging Stephan Pöhler, der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, auf den Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN BRK ein und erläuterte die Mängel im BTHG. Daran schloss sich die Auswertung einer Umfrage von 2015 des DGB, zu Schwerpunkten und Notwendigkeiten bei der Umsetzung der UN BRK an, vorgestellt von Frau Dr. Heidi Becherer, Abt.-Leiterin beim DGB Sachsen. Als erster Fachreferent war Dr. Ilja Seifert, Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland und langjähriges Mitglied des Bundestages ( Fraktion DIE LINKEN ), eingeladen, der sehr deutlich die Schwächen und Nachteile des BTHG aufzeigte. Dies war besonders emotional, da zur selben Zeit in Berlin der Bundestag das BTHG debattierte und beschloss. Nach der Mittagspause ging Kilian Roth, der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft betrieblicher Schwerbehindertenvertretungen, auf die Auswirkungen des BTHG für die Arbeit der Schwerbehindertenbeauftragten ein. Die Arbeit des Vereins „Arbeit und Leben“ stellte anschließend Stefan Albert an Hand von gelungenen Beispielen vor, z. B. wie langzeitarbeitslose Menschen mit Behinderungen eine Beschäftigung gefunden haben und sich damit der Inklusionsprozess vorbildlich vollzog. Eine Podiumsdiskussion mit dem Vizepräsidenten des Sächsischen Landtages, Horst Wehner, sowie weiteren behindertenpolitischen Sprechern aus den Landtagsfraktionen und den Referenten vom Vormittag beendete den Tag. Im Schlusswort stellte Werner Schuh fest, dass mit dem BTHG eine große Herausforderung für den DGB und allen zum Nachteilausgleich für Menschen mit Behinderungen engagierten Vereinen und Organisationen steht.

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Trommelkonzert der „Happy Drummers“

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Der 1. stellv. Vorsitzende der DGB Gesamtschwerbehindertenvertretung Herr Werner Schuh bei der Eröffnung

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Herr Stephan Pöhler, der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

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Frau Dr. Heidi Becherer, Abt.-Leiterin beim DGB Sachsen

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Herr Dr. Ilja Seifert, Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes

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Blick in die Teilnehmerrunde

Unternehmerworkshop „Arbeitskräfte nachhaltig integrieren“

Das Solaris Förderzentrum, zusammen mit dem Sozialen Förderwerk Sachsen, hatte am 23.11.16 zum Unternehmerworkshop in den Solaristurm – Neefestraße 88 in Chemnitz – Unternehmen, soziale Organisationen, das Jobcenter Chemnitz und die Agentur für Arbeit, sowie die Industrie- und Handelskammer Chemnitz, als auch den Kommunalen Sozialverband Sachsen eingeladen, um gemeinsam darüber zu diskutieren und einen Erfahrungsaustausch zu betreiben, wie Menschen mit Behinderung in eine Ausbildung, in ein Praktikum bzw. generell in Arbeit gebracht werden können. In einem Impulsvortrag von Rechtsanwalt Dr. Thomas Langner (Chemnitz) wurden die juristischen Grundlagen eines Beschäftigungsverhältnisses, d.h. Stellenausschreibung, Bewerbungsgespräch, Probezeit, Einstellung, befristete Arbeitsverträge, Kündigung und andere Aspekte, erläutert. Mit „Rundtischgesprächen“ wurde der Workshop fortgesetzt, d.h. Anbieter und AK-Suchende sollten unter Vermittlung von Fachleuten aus der Agentur für Arbeit, dem Solaris Förderzentrum oder Rechtsanwalt Dr. Langner animiert werden, Menschen mit Behinderungen im Unternehmen eine Chance zu geben. Leider waren nur sehr wenige Unternehmen gekommen, um diesen Workshop für sich zu nutzen. Das ist eine bedauerliche Erfahrung, die das Projekt „Dabei sein“, an dem die LAG-SH Sachsen als Partner beteiligt ist und welches sich ebenfalls zum Workshop mit präsentierte, schon mehrfach erfahren musste. Umso erfreulicher ist es, dass der LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V., als Mitglied in der LAG-SH Sachsen, immer wieder für das Projekt „Dabei sein“ einen Praktikumsplatz zur Verfügung stellt. Dem Workshop mit seinem  Anliegen ist eine Wiederholung mit größerem Erfolg zu wünschen.

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Rechtsanwalt Dr. Langner bei seinem Impulsvortrag

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Blick in die Teilnehmerrunde

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die Teilnehmer bei Rundtischgesprächen

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Preisverleihungen der SLM in Leipzig

Die SLM (Sächsische Landesmedienanstalt) verlieh am 18.11.16 zusammen mit ihren Partneranstalten in Sachsen-Anhalt und Thüringen die Mitteldeutschen Rundfunkpreise 2016 in der Kategorie „Fernsehen“ in der Kongresshalle Leipzig – Am Zoo. In einem ausgefallenen und historisch geprägten Ambiente wurden besondere Preise (Kristallsteelen eines Erfurter Künstlers) in verschiedenen Klassifizierungen vergeben. Auch die Laudatoren zu den Auszeichnenden waren vom Rang und Namen (Staatsminister, Direktoren und Präsidenten). Das musikalische Rahmenprogramm war dem besonderen Charakter der Veranstaltung angepasst. Somit wurden über 10 T€ Preisgelder vergeben.

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musikalische Umrahmung durch Frau Fischer ( Vorsitzende der SLM Versammlung )

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Dr. Jaeckel  ( Staatsminister und Chef der Staatskanzlei ) Laudator

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Auszeichnung durch Herrn Sagurna Medienratsvorsitzender der SLM ( mi.)

 Mitorganisator und Finanzier des 6. Schülerfilmfestival „ Film ab ! “ Sachsen, am 19.11.16 in der Schaubühne „Lindenfels“ war auch die SLM. In die Jury hatte die SLM den Beauftragten für die Belange für Menschen mit Behinderungen in der Versammlung, Dr. M. Müller, delegiert. Es galt von den 70 vornominierten Filmen die Besten drei je Altersstufe (Klasse 1-4, Klasse 5-8, ab Klasse 9) auszuwählen. Das Niveau der Filme war sehr unterschiedlich. Ob Spielfilm, Animationsfilm oder Dokumentation bzw. Musikvideo – alles war vertreten und so fiel die Auswahl und Begründung dieser für die Nominierung nicht leicht. Aber auch das Publikum, welches alle 70 Filme präsentiert bekam, konnte in einer Abstimmung einen Publikumspreis vergeben. Die Kinder und Jugendlichen mit ihren Lehrern aus ganz Sachsen, waren begeisterte Mitgestalter dieses Tages und faire Partner gegenüber allen Preisträgern. Den Veranstaltern vor Ort gilt ein großes Lob und Dank für die Abwicklung dieses besonderen Tages.

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Dank an die Jury

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Gruppenfoto der Preisträger