BAG Selbsthilfe führt Fachtag zum Thema „Selbsthilfe bewegt sich online“ in Berlin

Die BAG Selbsthilfe hatte für den 18.09.17 ihre Mitgliedsorganisationen und am Thema interessierte Vereine und Verbände, die in der Selbsthilfe tätig sind, zu einem Fachtag nach Berlin eingeladen, um die neuen sozialen Medien und ihre Nutzung, den Datenschutz dabei und Marketingstrategie vorzustellen. Der BAG Projektleiter Daniel Jux moderierte den Tag und konnte immer wieder hochkompetente Referenten ankündigen, die das Thema ganz unterschiedlich beleuchteten. Mit einer kritischen, aber auch hilfreichen Analyse zu Facebook, Twitter und Co. – Akquiseinstrumente für die Selbsthilfe, stellte Sascha Dinse – Sozialvernetzer und Soziologe sowie freiberuflicher Dozent, die Risiken und Vorteile bei der Nutzung dar. Der BAG Referatsleiter Holger Borner erläuterte den Datenschutz im Netz und gab viele praktische Hinweise, um Gefahren zu erkennen und rechtlich sich abzusichern. Allen Anwesenden war klar, dass aktive Mitglieder in der Selbsthilfe durch Projekte, die über die sozialen Medien laufen, gewonnen werden können. Deshalb stellte Frau Eva Kauenhowen, die BAG Expertin für dieses Gebiet, in ihren Ausführungen eine Reihe von Ansatzpunkten zusammen. Eine anschließende Podiumsdiskussion mit den Referenten am Vormittag brachte noch einmal die Fülle der Detailprobleme zum Ausdruck. Nach der Mittagspause versuchte Herr Jona Hölderle den Anwesenden die Thematik „Fundraising-Spendenakquise online“ zu verdeutlichen und was es dabei zu beachten gilt. Abschließend stellte Frau Sonja Liebherr als Projektleiterin der BAG die zur Zeit in Bearbeitung befindlichen Online-Projekte zur Digitalen Kommunikation vor. Hier gab es viele kritische Anmerkungen zu den BAG Auftritten im Netz und der fehlenden Aktualität in den Inhalten. Um das Thema weiter zu bearbeiten, wird am 14.11.17 in Düsseldorf ein BAG Workshop stattfinden, der sich gezielt mit der Aktualisierung der BAG Projekte beschäftigt. Der Bundesgeschäftsführer der BAG, Herr Dr. Martin Danner, gab in seiner Zusammenfassung des Tages noch einmal einen Überblick zu den „Baustellen“ der BAG auf dem Themengebiet und versuchte erste Ausblicke zu Etappenzielen zu verdeutlichen. Alle Teilnehmer gingen mit vielen neuen Impulsen und Anregungen nach Hause, waren sich aber einig, dass die Zukunft der Selbsthilfe durch dieses Thema bestimmt wird. Mit dieser Erkenntnis wird die LAG SH Sachsen am 17.11.17 einen Fachtag in Dresden mit der Thematik durchführen.

Podiumsdiskussion mit Herrn Borner, Herrn Dinse und Frau Kauenhowen (von links)

Herr Jona Hölderle

Frau Sonja Liebherr als Projektleiterin der BAG

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Museum für Alle – Inklusionstage im smac Chemnitz

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. EvaMaria Stange eröffnete am Sonnabend, 26. August 2017,um 10 Uhr die Wochenend-Veranstaltung Museum für Alle – Inklusionstage im smac Chemnitz. Auch die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Stephan Pöhler Beauftragter der sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen richteten ein Grußwort an die Besucher. Mit dieser Veranstaltung gab Sachsens Archäologisches Museum smac in Chemnitz den offiziellen Startschuss für die Nutzung seiner inklusiven Angebote. Sie sollen allen Menschen den musealen Zugang zur Kultur- und Menschheitsgeschichte Sachsens ermöglichen. Bei kostenfreien Eintritt konnten sich Betroffene, Interessierte und Neugierige über inklusive Angebote und Barrierefreiheit im smac informieren und alle Angebote für Blinde und Sehgeschädigte, für Hörgeschädigte, Nutzer der Deutschen Gebärdensprache und Nutzer der Leichten Sprache testen. Im Foyer des smac stellten Kulturinstitutionen, Vereine und Dienstleister ihre Angebote und Produkte zum Thema Inklusion und Barrierefreiheit vor. So war auch unser Landesverband mit einem Informationsstand vertreten. Herr Kroel von der Firma Humantechnik stellte an seinem Stand Hörhilfsmittel vor. Für Hörgeschädigte stehen im Museum induktive Höranlagen an der Museumskasse und im Vortragsaal ( ab Oktober 2017) zur Verfügung. Die Audioguides können mit einer Hörschleife ausgeliehen werden. Für Führungen stehen Tourguides mit Hörschleife zur Verfügung. Über weitere barrierefreie Angebote kann man sich auf der Homepage https://www.smac.sachsen.de/barrierefreiheit.html informieren.

 

 

2. landkreisweiter Begegnungstag für Menschen mit und ohne Behinderungen am 26.08.17 In Schwarzenberg

Der Erzgebirgskreis hatte vergangenen Samstag in und um die Ritter Georg Sporthalle in Schwarzenberg mehr als 107 Vereine und Verbände zur Präsentation ihrer Angebote und Engagements eingeladen, um einen Begegnungstag unter dem Motto „Mitten im Leben – Spiel, Sport und Spass für alle“ durchzuführen. Auch die beiden Mitglieder des LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V., der Schwerhörigenverein im Erzgebirgskreis und der Hephatha e.V., waren der Einladung gefolgt und präsentierten sich. Neben einem Hörtest konnte man sich auch zu den technischen Hilfsmitteln für Hörgeschädigte am Stand informieren. Der Schwerhörigenverein hatte außerdem seine Induktionsanlage der Hallentechnik (Mikrofon- und Lautsprecheranlage) zur Verfügung gestellt, so dass hörgeschädigte Besucher des Tages in den gekennzeichneten Sitzreihen induktiv hören konnten. Am Infostand vom Hephatha e.V. konnten Tipps für den richtigen Umgang mit Schwerhörigen, insbesondere in der Pflege, abgerufen werden. Bereichert wurden die Angebote an den beiden Ständen durch die Materialen des HÖRBIZ Sachsen. Auch andere Interessenvertreter von Sinnes- und Körperbehinderungen, die Lebenshilfe und Wohlfahrtsorganisationen stellten ihre Aktivitäten vor. So ergab sich ein buntes Bild von der Arbeit von und für Menschen mit Behinderungen. Da das Außengelände ideale Möglichkeiten für die Demonstration des Behindertensportes bot, war auch hier ein buntes Treiben. So konnte der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Vogel, in seinem Grußwort zurecht feststellen, dass dieser Tag etwas besonderes für jeden, aber die praktizierte Inklusion untereinander, etwas selbstverständliches ist. Symbolisch wurde dies mit der Anfertigung einer „Perlenkette der Inklusion“ ausgedrückt, wo jeder Teilnehmer eine Perle auf der Schnur aufsteckte. Mit einer Tombola aus den abgegebenen Teilnahmebestätigungen mit tollen Preisen, endete der unvergessliche Tag.

 

 

 

 

 

 

Landestagung des DSB Landesverbandes Mitteldeutschland im Schloss Ettersburg bei Weimar

Am 14. und 15.08.17 führte der LV für die Schwerhörigen, Ertaubten, Tinnitusbetroffenen und CI-Träger in Mitteldeutschland seine diesjährige Landestagung im Bildungswerk Bau Hessen-Thüringen e.V. im Schloss Ettersburg bei Weimar durch. Das Thema der Tagung war „Barrierefrei – Wege barrierefreier Kommunikation und Inklusion hörgeschädigter Menschen“. Der Einladung des LV Mitteldeutschland waren ca. 30 Teilnehmer aus ganz Thüringen und Sachsen-Anhalt gefolgt, als Vertreter für den LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V., nahm Dr. Matthias Müller, daran teil. Nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde stellte der Beauftragte der Thüringer Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Herr Joachim Leibiger ( selbst blind ), die Aufgaben und Ziele der Staatsregierung zu dem Tagungsthema vor. Anschließend präsentierte Frau Sylvia Klett von der AOK PLUS Sachsen-Thüringen die barrierefreien Dienstleistungen für Hörgeschädigte in dieser Krankenkasse. Der DSB Kommunikationsassistent und Unternehmer Jörg Henke stellte den Umgang mit barrierefreier Technik für Hörgeschädigte vor. Danach waren die Teilnehmer aufgefordert, in einem Workshop, selbst aktiv zu werden und Barrieren und deren Überwindungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Mit einer Schloss- und Parkführung klang der erste Arbeitstag aus. Den zweiten Tagungstag eröffnete der Geschäftsführer der PARITÄT Thüringen, Herr Stefan Werner, mit der Vorstellung der Arbeit des Paritätischen zum Thema der Tagung. Sehr praxisorientiert und nachahmenswert waren dann die Ausführungen von Frau Großkopf, vom Sparkassen-Giroverband Hessen-Thüringen zur Zielvereinbarung zu barrierefreien Dienstleistungen in den Sparkassenfilialen. Danach referierte der Vertreter des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien, Herr Eberhardt, zum Stand der Umsetzung der UN Behindertenrechskonvention im Freistaat. Als letzter Referent trat der sozial- und gesellschaftspolitische Referent des DSB, Andreas Kammerbauer, zum Thema „ Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Schwerhörigenarbeit“ und seine Rückkopplung in die Politik der BRD, auf. Mit einer breiten Diskussionrunde der Teilnehmer zum Thema beschloss die Tagung ihre Arbeit.

7. CI Sommerfest des Uniklinikums Leipzig

Am 12.08.17 veranstaltete das CI Zentrum am Universitätsklinik Leipzig sein 7. Sommerfest. Über 80 CI-Operierte, deren Angehörige, am Thema Interessierte und Vertreter des Landesverbandes der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen waren nach Leipzig gekommen um zum Thema „Schwindel“ aus erster Hand neues zu erfahren. Unter dem Zitat von Dr. med. Bodo und Mechthild Schiffmann: „Schwindel ist kein Schicksal … und Sie bilden ihn sich auch nicht ein!“ waren die Fachvorträge von OA Dr. med. Berger – Das Karusell im Kopf – , von Frau Pohlmann ( Leitende Audiometrie Assistentin ) – Gleichgewichtsuntersuchung und Gleichgewichtstraining – sowie von Frau Tretbar ( Psychologin ) – Keine Angst vor Schwindel – ausgesucht und zusammengestellt worden. In unterschiedlichen Sichtweisen hatte man sich der Problematik „Schwindel“, einem sehr massiv auftretendem Problem bei Schwerhörigen und CI-Trägern, genähert. Umrahmt wurde die Veranstaltung wieder durch Informations- und Begegnungsstände der führenden CI Hersteller ( Cochlear, MED-EL, AB ) sowie dem Berufsbildungswerk ( BBW ) Leipzig und dem LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen. Auch die Frühförderstelle für CI operierte Kinder in Leipzig präsentierte ihre Angebote. Den gelungenen Rahmen der Veranstaltung nutzte auch der Lions Club Markkleeberg, um an das CI Zentrum wieder einen Spendenscheck von 2500€ zu übergeben. Ein gesponsertes Mittagsbuffet rundete den tollen Tag für alle Teilnehmer ab. Prof Dietz und Prof. Fuchs als Chefärzte im CI Zentrum dankten allen Anwesenden für die Treue ihres Kommens zu den jährlichen CI Sommerfesten und versprachen, auch 2018 solch einen Tag wieder zu organisieren.