LAG SH Mitgliederversammlung am 06.05.17 im BfW Dresden

Die LAG Selbsthilfe Sachsen führte am 06.05.17 ihre reguläre Mitgliederversammlung im Berufsförderungswerk Dresden durch. Der Einladung waren 19 Mitgliedsverbände ( von 35 ) der LAG SH gefolgt. Am Vormittag gab es einen fachlich-informativen Teil zum BTHG und zum Internetauftritt „Handicap (k)ein Hindernis“. Am Nachmittag war der interne Vereinsteil. Da vor einem Jahr die Wahl des neuen Vorstandes war, war es spannend, was es nun zu berichten gab, insbesondere nach dem Ausscheiden des langjährigen Koordinators, Herrn Gersten. In einem kritischen Rechenschaftsbericht ging der Vorsitzende, Dr. Matthias Müller, auf die finanziellen, organisatorischen und personellen Probleme im Verein ein. Auch auf die Hintergründe der Spannungen im Vorstand und auf die Amtsniederlegung des Schatzmeisters und andere schwerwiegende Gründen, die die Arbeit der LAG SH im letzten Jahr so schwer machten, ging Dr. Müller ein. So gestaltete sich eine kritische und von Apellen an das Mitwirken der Mitgliedsorganisationen und an eine „Handlungseinheit“ im Vorstand geprägte Diskussion. Am Ende konnten alle Anwesenden aber feststellen, dass nur im vertrauensvollen Miteinander die Aufgaben und neuen Herausforderungen gemeistert werden können. So gelang es, als Kandidat zur Kooptierung in den Vorstand, Herrn Pippel vom LV Niere e.V. zu gewinnen. Mit der erforderlichen Mehrheit konnten die Beschlüsse zum abgeschlossenen Haushaltjahr 2016 und zur Entlastung des Vorstandes gefasst werden. Auch das neue Arbeitsprogramm wurde von den Anwesenden angenommen. Neben den laut Satzung auf der Mitgliederversammlung durchzuführenden Handlungen konnten auch Ehrungen für verdienstvolle Mitglieder aus den SH-Organisationen in Sachsen vorgenommen werden. So erhielt Frau Hannelore Reinhardt vom OV Borna auf Vorschlag unseres Landesverbandes die Ehrenurkunde der LAG SH Sachsen. Dazu gratulieren wir ganz herzlich und wünschen alles Gute!

 

Parade der Vielfalt 8.0 in Dresden

Am 05.05.17 zum Protesttag der Menschen mit Behinderungen für ihre Rechte, fand in Dresden die Parade der Vielfalt 8.0 ( d.h. zum 8. Mal ) statt. Ein Demonstrationszug vom Sächsischen Landtag zum Platz vor der Altmarktgalerie, wo Informations- und Aktionsstände sowie eine Programmbühne aufgebaut waren, vereinte ca. 400 Menschen mit und ohne Behinderungen. Laut und bunt zog der Zug durch Dresden. Als Rednerin auf der Bühne konnte die Staatsministerin für Kunst und Kultur Frau Stange gewonnen werden. Sie betonte, dass es Inklusion nur durch Taten gibt, dazu müssen die Barrieren ( in den Köpfen aber auch im Alltag ) abgebaut werden, dafür will sie sich engagiert einsetzen. Auch der LSKS mit seinem ÖPNV Projekt und die LAG SH mit dem Projekt „Inklusionsnetzwerk Sachsen“ waren mit einem Infostand vertreten. In der Vielfalt der Angebote und Leistungen der Menschen mit Behinderungen die präsentiert wurden, lagen die Bedeutung und der Wert der Veranstaltung, die bei vielen Bürgern und Gästen der Stadt Aufsehen und Anerkennung auslöste.

MTM Tage in Leipzig

Vom 02.-04.05.17 fanden in der media city in Leipzig die diesjährigen Medientreff Mitteldeutschland ( MTM ) Tage statt. Das Thema unter denen die Programmpunkte standen lautete “ Alles neu? Europas Kultur und seine Medien“. Vordergründig ging es dabei um die Veränderungen in den neuen Medien und im Journalismus, um den Wahrheitsgehalt der Informationen nach den Angriffen der AFD – Lügenpresse, der Flüchtlingsströme und anderer politischer Streitthemen, z.B. zum neuen Rundfunkstaatsvertrag und zu den Rundfunkgebühren. Nach anfänglichen Organisations- und Inhaltsproblemen mit dem S-Wok (Organisator der MTM), ist es dem LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. in Zusammenwirken mit der LAG SH Sachsen aber wieder gelungen, einen Workshop zum Thema „Barrierefreiheit“ in Bezug auf die Medien und auf den Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention, am 03.05.17 im Studio 5 der MDR Studios zu organisieren. Menschen mit Behinderungen, Vertreter der Politik und Medienpädagogen sowie Medienkontrollvertreter und am Thema Interessierte waren der Einladung gefolgt und erlebten eine spannende und sensibel machende Diskussion. Im Plenum standen Herr Pöhler (Behindertenbeauftragter des Freistaates Sachsen), Herr Schmolz (Beauftragter für Barrierefreiheit beim MDR), Frau Wißkirchen (Vizepräsidentin des Medienrates der SLM) und Herr Buchele (Referent zum Projekt „Medienhelfer“) den Workshop Teilnehmern Rede und Antwort. Für die gehörlosen Teilnehmer waren Gebärdendolmetscher im Einsatz, die schwerhörigen Teilnehmer hatten ihre Induktionsschleife mitgebracht. Am Ende des Workshop gab es den Wunsch und die Bitte, nächstes Jahr wieder eine solche Veranstaltung zu organisieren. Aber auch die anderen Seminare Gesprächsforen mit Spitzenpolitikern aus den drei MDR Ländern sowie hochkarätigen Repräsentanten von privaten und öffentlich rechtlichen Sendern prägten die Qualität dieser Tage in Leipzig.

Die Teilnehmer aus dem OV Erzgebirgskreis

angeregte Gespräche am Rande der Veranstaltung

Das Plenum

BAG Selbsthilfe Tagung im Arbeitnehmerzentrum in Königswinter ( b. Bonn )

Traditionell lud die BAG Selbsthilfe am Wochenende 28./29.04.17 zur Konferenz der Selbsthilfe und zu ihrer Mitgliederversammlung in das Arbeitnehmerzentrum in Königswinter ein. Als Vertreter der LAG SH Sachsen nahm daran der Vorsitzende, Herr Dr. M. Müller, teil. Auf der Tagesordnung der Konferenz standen umfangreiche Berichte zu den aktuellen gesundheitspolitischen Gesetzgebungsvorhaben: zum Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz, zum Heil- und Hilfsmittelver-sorgungsgesetz, Versandhandelsverbot für Apotheken, Cannabis als Therapiemittel jeweils Vorträge von Frau Dr. Doka. Unter dem TOP 2 wurde über die Umsetzung des BTHG von Herrn Borner ( Jurist in der BAG SH ) berichtet. Der nächste Problemkreis betraf die perspektivische Zusammenarbeit von BAG mit den Bundesverbänden und den LAGen. Hier stellten die Geschäftsführer der LAG Hamburg und der LAG Baden-Württemberg ihre Überlegungen dazu vor. In einem sich anschließenden faktenreichen Vortrag zum demographischen Wandel und den Auswirkungen daraus in der Selbsthilfe von Herrn Dr. Kösters, wurden die Handlungsfelder für alle Engagierten in der Selbsthilfe unmissverständlich aufge-zeigt. Die anschließende Diskussion dazu bewegte die Teilnehmer sehr. Deshalb versuchte Frau Bröckelmann von der BAG mit der Projektvorstellung zur Gewinnung und Aktivierung von Mitgliedern in der SH die „Gemüter“ zu beruhigen. Bei der Projektvorstellung „inArbeit 4.0“ ging es um die Teilhabe älterer Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Mit positiven Informationen zur GKV Förderung 2017 auf Bundesebene durch den GF der BAG, Herrn Dr. Danner, ging der erste Tag zu Ende. Am Samstag begann die Mitgliederversammlung der BAG mit den vereinsnotwendigen Dingen, Protokollgenehmigung der letzten MV, Rechenschaftsbericht des Vorstandes, Finanzbericht des Schatzmeisters und der Finanzkommission, Wirtschaftsplan 2017. In der anschließenden Diskussion konnten alle aufgeworfenen Fragen zufriedenstellend beantwortet werden, damit konnten die Berichte bestätigt und dem Vorstand Entlastung erteilt werden. Wegen Ablauf der Wahlperiode musste nun ein neuer Vorstand gewählt werden. Der bisherige Vorsitzende, Herr Langguth-Wasem und ein Beisitzer, Herr Kirchner, traten nicht mehr an. Da es eine Reihe von alten und neuen Kandidaten gab, zog sich der Wahlvorgang lange hin, am Ende gab es aber mit dem Vorsitzenden der LAG BW, Herrn Seiter, und mit Frau Dembski vom BV der Mukoviszidose wieder einen neunköpfigen Vorstand. Das Arbeitsprogramm der BAG wurde zur Kenntnis genommen, anschließend wurden neue Mitglieder in die BAG SH aufgenommen. Bedauerlicherweise handelt es sich dabei nicht um neue Verbände mit speziellen Behinderungshintergrund bzw. chronischen Krankheitsbildern, sondern um abgespaltene Verbände von etapplierten, großen Bundesverbänden. Abschluss der Versammlung bildete ein Bericht des Monitoring-Ausschusses und der Neufassung der Geschäftsordnung der Monitoring Gruppe FORUM von PARITÄT und BAG SH. Ein intensiver Arbeitstag mit dem Schlusswort der neuen Vorsitzenden, Frau Loskill, beendete die Tagung in Königswinter.

Führungskräftekonferenz der PARITÄT in Dresden

In die Beratungsräume der PARITÄT Sachsen, Am Brauhausberg 8 in Dresden, hatte der Verband die Führungskräfte aus seinen Mitgliedsorganisationen am 26.04.17 eingeladen, um zum Thema „Management- und Cyberrisiken in sozialen Unternehmen“ aufzuklären und wichtige Informationen zu geben. Leider waren nur eine sehr überschaubare ( ca. 30 Teilnehmer ) Anzahl von Teilnehmern gekommen. Für den LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. nahm die stellv. Vorsitzende, Frau Beate Dietmann, und für das Mitglied Hephatha e.V., der Vorsitzende, Herr Dr. Matthias Müller, teil. Nach der Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung durch den Landesgeschäftsführer der PARITÄT, Herrn Michael Richter, wurde das Programm angekündigt. Als Referenten waren für die Veranstaltung Herr Dirk Demidenko von der UNION Versicherung aus Leipzig zum Thema: Haftung von Führungskräften und Herr Andreas Braun von der Ecclesia Versicherung, einer Sparte in der UNION, aus Radebeul zum Thema: Cyberrisiken – wie sicher sind Computer?, angereist. Als Ergänzung wurde von der Projektkoordinatorin in der PARITÄT noch das Projekt „Interkulturelle Öffnung von sozialen Unternehmen“ vorgestellt. Eine Angebotspräsentation der UNION Versicherung und der Bank für Sozialwirtschaft rundeten die Veranstaltung ab. Ein interessanter Nachmittag mit vielen guten Informationen aber auch offenen Fragen war am Ende das Meinungsbild der Teilnehmer.