4. Sächsischer Hörtag in Dresden mit großer Resonanz durchgeführt

Am 25.04.15 fand in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) in Dresden der 4. Sächsische Hörtag unter der Schirmherrschaft der Behindertenbeauftragten der Stadt Dresden, Frau Müller, statt. In ihrem Grußwort betonte sie die Bedeutung der Selbsthilfe in unserer Gesellschaft, um auf die Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen und so ihren Beitrag zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention zu leisten. Auch Herr Richter, der Direktor der SLpB, betonte in seiner Begrüßung, dass Kommunikation und Verstehen existenzbestimmende Faktoren in dieser Gesellschaft darstellen. Deshalb stellt sich die SLpB dieser Herausforderung gegenüber den Montagsdemonstranten von Dresden und ist daher sensibel für die Probleme bei Hörgeschädigten.

61 Hörgeschädigte und Interessiete am Thema „Rehabilitation von Hörgeschädigten“ waren gekommen, um die Vorträge von Spezialisten auf diesem Gebiet vom Sächsischen CI-Zentrum (SCIC) des Universitätsklinikums Dresden ( Frau Dr. Florek und Frau Müller ) und von der Schwedenstein-Klinik in Pulsnitz ( Frau OA Dr. Nestler ) zu erleben und dann darüber, auch mit den Firmenvertretern von Cochlear-Implantaten ( Herr Dr. Grünloh und Herr Schmidt von Cochlear Deutschland GmbH, Herr Schopa von der MED-EL GmbH ) und Hörhilfsmitteln ( Herr Kroel von der Humantechnik GmbH ), die ihre neuesten Produkte vorstellten, ins Gespräch zu kommen.

Mit einer Podiumsdiskussion mit den Referenten, Firmenvertretern und Hörgeräteakustikern, moderiert vom Vorsitzenden des Landesverbandes der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V., wurde das Thema abgerundet und mit den Teilnehmern in vielen praktischen Fragen „beleuchtet“. Die gute Versorgung der Teilnehmer über den Tag half immer wieder neue Kräfte zu sammeln, um den Anstrengungen des Tages im Hören und Verstehen gerecht werden zu können. Die Barrierefreiheit der Veranstaltung wurde durch den Einsatz der Schriftdolmetscher und der Hörtechnik ( Induktionsschleife ) gewährleistet. Mit einem Ausblick auf den 5. Sächsischen Hörtag am 23.04.2016 in Leipzig schloss der erlebnisreiche Tag.

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Die Schirmherrin Frau Müller ( Behindertenbeauftragte Dresden ) bei ihrem Grußwort

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Herr Richter, der Direktor der SLpB bei der Begrüßung der Teilnehmer

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Die Teilnehmerrunde

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Frau Dr. Florek und Frau Müller vom Sächsischen CI-Zentrum (SCIC) des Universitätsklinikums Dresden

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Frau OA Dr. Nestler von der Schwedenstein-Klinik in Pulsnitz

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Herr Schopa von der MED-EL GmbH bei der Vorstellung von Neuentwicklungen auf dem CI Sektor

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Podiumsdiskussion mit den Referenten, Firmenvertretern und Hörgeräteakustikern

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Teilnehmer bei Informationsgesprächen mit den Ausstellern

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Internationale Tagung des Europäischen Schwerhörigenverbandes (EFHOH) in Essen

Vom 10.-12.04.2015 fand in Essen die  internationale Tagung des Europäischen Schwerhörigenverbandes EFHOH (European Federation of Hard of Hearing People) statt. Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V., als ein Mitglied dieses Verbandes, war Organisator der Tagung und konnte 180 Teilnehmer begrüßen.

Für das Konferenzthema „Die UN- Behindertenrechtskonvention und ihre Umsetzung für schwerhörige Menschen in den europäischen Mitgliedsstaaten“ konnten namhafte Referenten wie Prof. Dr. Ulrich Hase (Behindertenbeauftragter in Schleswig – Holstein), Dr. Martin Danner (Geschäftsführer der Bundesarbeits- gemeinschaft Selbsthilfe), Jakob Stephan Baschab (Hauptgeschäftsführer der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker) gewonnen werden.

Schirmherrin der Veranstaltung war Frau Verena Bentele, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die das Grußwort und erste Gedanken zum Thema vortrug. In gleicher Weise sprach Herr Reinhard Paß, Oberbürgermeister der Stadt Essen die Teilnehmer an. In Workshops konnten die Teilnehmer intensiv zu dem Thema diskutieren und Erfahrungen austauschen.

Am Ende der Tagung äußerten sich der Präsident der EFHOH, Marcel Bobeldijk (Belgien) und die Präsidentin des Internationalen Schwerhörigenverbandes (IFHOH) Ruth Warwick (Kanada) sehr anerkennend und lobend über die erfolgreichen Tage in Essen. Um das Thema international weiter voranzubringen, wurde eine „Essener Deklaration“ von allen EFHOH Mitgliedern verabschiedet und Frau Dr. Renate Sommer ( Mitglied des EU Parlamentes ) persönlich übergeben.

Mit einer Stadtrundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten in Essen und zum UNESCO Weltkulturerbe „Zeche Zollverein“  fand am Sonntag die Tagung einen würdigen Abschluß.

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Frau Verena Bentele bei ihrem Grußwort an die Teilnehmer

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Frau Renate Welter ( Vizepräsidentin des DSB ) bei der Begrüßung der Teilnehmer

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Mit Interesse verfolgen die Teilnehmer die Vorträge

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Erinnerungsfoto einiger Teilnehmer vor dem Kongresscenter