DSB Selbsthilfetage in Weimar mit dem Thema: „Es hört doch jeder nur, was er versteht!“ (J. W. von Goethe)

Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) e.V. veranstaltete seine diesjährigen Selbsthilfetage vom 22. bis 25. Oktober 2015 in der neuen Weimarhalle/Seminargebäude, UNESCO Platz 1, 99423 Weimar. Eingeladen waren Betroffene, deren Angehörige, alle Interessierte und natürlich auch DSB-Mitglieder, die die Workshops und Seminare um das Thema Hörschädigung interessiert oder die einfach nur den persönlichen Austausch wollten. Zwei Tage – eine Mischung aus Wissensvermittlung, Vereinsarbeit und Erlebnistour.

Am Donnerstag begannen die Selbsthilfetage mit einem Austausch und Informationstreffen der Landesverbände. Am Tag darauf, dem 23.10.2015, konnten sich Interessierte beim Workshop zur UN Behindertenrechtskonvention informieren oder dem Thema „Sozialpolitik und Gremienarbeit unter Beteiligung des DSB“ beiwohnen. Parallel zu den Workshops wurden am „Markt der Möglichkeiten“ technische Hilfsmittel präsentiert und Methoden einer barrierefreien Kommunikation vorgestellt. Am Abend fand der Festabend des DSB Ortsvereins Weimar statt, der 90 Jahre Schwerhörigenbewegung in Weimar feierte.

DSCI1707DSCI1720DSCI1711DSCI1722  Impressionen vom Festabend

Am Samstag stand die DSB-Mitgliederversammlung im Mittelpunkt. Nach der Rechenschaftslegung durch den Vorstand, dem Bericht der Rechnungsprüfer und der Aussprache zu den Berichten konnte der Vorstand entlastet werden. Entsprechend der Satzung wurden ein neuer Vorstand und die Rechnungsprüfer gewählt und die Neuzusammensetzung der Fachreferate des DSB beschlossen.  Auch der „Markt der Möglichkeiten“ konnte durch die Besucher und Delegierte erneut besucht werden.

Am Sonntag bestand die Möglichkeit an Stadtführungen und an Führungen durch die Anna-Amalia Bibliothek teilzunehmen. Die Führungen wurden barrierefrei mit Funkkommunikationsanlagen durchgeführt.

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Detlef Schilling Vorsitzender des DSB OV Weimar / DSB Landesverband Mitteldeutschland bei der Eröffnung

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der Schirmherr der Selbsthilfetage, Ministerpäsident des Freistaates Thüringen Bodo Ramelow, bei seiner Eröffnungsrede

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Rundgang auf dem “ Markt der Möglichkeiten “

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Workshop Struktur und Zukunftsplan des DSB

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sächsische Delegierte bei der Mitgliederversammlung

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der neue DSB Vorstand (von links ) Herr Dr. Seidler ( Präsident ), Frau Welter ( 1. Vizepräsidentin), Herr Dr. Böttges ( 2. Vizepräsident ), Herr Karthäuser  ( Schatzmeister ), Herr Heide ( stellvertretender Schatzmeister )

 

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90 Jahre DSB – Ortsverein Dortmund e. V.

Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) Ortsverein Dortmund e.V. hat zur Zeit 55 Mitglieder, von denen der größte Teil schwerhörig, ertaubt, CI-tragend oder tinnitusbetroffen ist oder betroffene Angehörige oder Bekannte hat. Er wird rein ehrenamtlich geführt. Er besteht seit 1925, zunächst als „Verein der Schwerhörigen und Ertaubten Dortmund“. In 2004 wandelt er sich in einen eingetragenen Verein mit dem heutigen Namen um.

Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit konnte der Verein in den letzten Jahren mehr Bewusstsein wecken, sich mit dem Thema Hörschädigung und dazugehöriger Kommunikationsproblematik auseinander zusetzen. Denn häufig wird die unsichtbare Behinderung ignoriert, anstelle sich mit ihr zu befassen und die Probleme zu lösen. Das gilt gleichermaßen für die Betroffenen selber, wie für ihre Umgebung. Der Verein setzt sich in Dortmund und Umgebung für Kommunikationsbarrierefreiheit und Teilhabe hörgeschädigter Menschen an der Gesellschaft ein. Dabei geht es zum Beispiel um optische Hinweise in öffentlichen Gebäuden, Kommunikationshilfen wie Höranlagen bei Veranstaltungen oder Schriftdolmetscherassistenz. Er stellt im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit technisches und bauliches Know How zur Verfügung.

Zur Jubiläumsfeier am 17. 10. 2015 im Wilhelm-Hansmann-Haus Dortmund konnte der Verein Herrn Dr. Matthias Müller Länderratsvorsitzender und Präsidiumsmitglied des DSB begrüßen, der ein Grußwort überbrachte und die Ehrung von Frau Martina Hörster ( seit 2007 Schriftführerin im Vorstand ) mit dem Ehrenzeichen des DSB in Bronze vornahm.

 

25 Jahre Landesverband der Hörgeschädigten Thüringen e. V.

Der Landesverband wurde im März 1990 in Erfurt gegründet und zählt 8 Vereine und Selbsthilfegruppen Thüringens zu seinen Mitgliedern. Die Beratungsstellen in Weimar und Eisenach sind wichtige Anlaufstellen für die Hörgeschädigten in Thüringen, außerdem wird eine mobile Beratung mit einem Hörmobil angeboten.

Vom 16. 10. 2015 – 18.10.2015 konnte der LV Thüringen viele Mitglieder, Angehörige , Freunde und Unterstützer nach Possendorf bei Weimar zu den Feierlichkeiten einladen. Höhepunkt war am 17.10.2015 die barrierefreie Aufführung ( Live Audiodeskription) des “ Rosenkavaliers“ im Deutschen Nationaltheater Weimar. Unseren Landesverband vertrat Herr Dr. Matthias Müller, der im Auftrag des Vorstandes ein Grußwort überbrachte.

Neueste Technik auf der EUHA (Europäische Union der Hörgeräteakustiker e.V.) präsentiert

Der 60. Internationale Hörgeräteakustiker Kongress mit Fachmesse fand vom 14.-16.10.15 in Nürnberg als diesjährige EUHA Veranstaltung statt. Alles was Rang und Namen hat ( ca. 7000 Gäste ), war nach Nürnberg gekommen, um dabei zu sein, wenn neueste Forschungsergebnisse und technische Neuigkeiten rund ums Hörgerät/Hörsystem präsentiert werden. Auch der DSB war mit einem Informations- und Begegnungsstand dabei, wenn auch nur im Schatten der großen Anbieter. Die mit unserem Landesverband eng zusammen arbeitende Firma Humantechnik war auch präsent.
Die Ausstellung bot gute Gelegenheit, interessante Gespräche zu führen, was auch Dr. Müller, als DSB Länderratsvorsitzender nutzte und so neue Kontakte und Beziehungen knüpfte. Am Stand der BIHA ( Bundesinnung Hörgeräteakustiker ) konnte ein Erfahrungsaustausch zur Hörgeräteversorgung und Kostenübernahme durch die Krankenkassen im Beisein von Frau Gabriele Gromke (Hörgeräteakustikmeisterin aus Leipzig) mit Herrn Christian Wette ( Vizepräsident der BIHA ) geführt werden. Nun wird es die Praxis vor Ort zeigen, was beim Hörgeschädigten an neuen Hilfsmitteln und Verbesserungen ankommt.

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die Eröffnung durch den Präsidenten der EUHA Herrn Martin Blecker

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Herr Bastian Schulze bei seinem Vortrag

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die Hörgerätetechnik der Zukunft

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großer Andrang an den Ständen der Hörgerätefirmen

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die Ausstellung der Firma Humantechnik

Schwerhörigenverein im Erzgebirgskreis und Körperbehindertenkreis der Ephorie Aue e.V. besuchen gemeinsam Landesgartenschau in Oelsnitz

Am 10.10.15 besuchten die Mitglieder der befreundeten Vereine die Landesgartenschau in Oelsnitz, kurz bevor sie ihre Tore schloss, um sich von der Umgestaltung des ehemaligen Steinkohleverladebahnhofes in eine Garten- und Parklandschaft ein Bild zu machen. Leider war das Wetter nicht so schön, aber die vielen guten Eindrücke von den Angeboten und Engagements der sächsischen Gärtner und Landschaftsgestalter entschädigte die Teilnehmer doch sehr.
Selbst eine ehemalige Grubenbahn wurde zur Besucherbahn durch das Gelände umgebaut, ein Doppelstockwagon der ehemaligen Bahn wurde zum Kindererlebnisspielbereich umgestaltet, ein neues Gradierwerk errichtet und die ehemaligen Weichenstellhäuser zu Informationspavillons ausgestaltet. Auch die „MDR Gartenlaube“ konnte besichtigt werden und viele weitere Angebote im Gelände. Am meisten beeindruckte aber die Blumenhalle mit ihren besonderen Gestaltungen zu Themen und Blüten. So konnten viele neue Informationen und Erfahrungen von den Teilnehmern als Hobbygärtner oder Blumenliebhaber mitgenommen werden.

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Die Teilnehmer vor dem Gradierwerk

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Impressionen aus der Blumenhalle

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Der Floraexpress unterwegs im Gartenschaugelände

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die MDR Gartenlaube

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Der Eingangsbereich mit der barrierefreien Überführung ins Gartenschaugelände

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Die Teilnehmer vor den ehemaligen Stellwerk des Bahnhofs