5. Sächsischer Hörtag am 23.04.16 im CI-Zentrum der Uniklinik Leipzig

Zum Thema „Tinnitus“ trafen sich 86 Betroffene, Schwerhörige und Ertaubte sowie CI-Träger und am Thema Interessierte im CI-Zentrum der Uniklinik Leipzig, um mit Fachleuten aus der Medizin, der Rehabilitation und der Selbsthilfe ins Gespräch zu kommen. Von den Thüringer Schwerhörigenorganisationen war eine Delegation mit 30 Teilnehmern und aus Berlin vom Schwerhörigenverein 3 Teilnehmer angereist. Als Referenten für das Vormittagsprogramm konnte Herr Prof. Fuchs vom Klinikum Leipzig, Herr Dr. Kratzsch als Chefarzt der Helius-Rehaklinik in Bad Grönenbach und Herr Volker Albert, Präsident der Tinnitus Liga, gewonnen werden. Umrahmt wurde der Tag durch die CI-Hersteller Cochlear Deutschland GmbH aus Hannover, MED-EL Deutschland GmbH aus Starnberg und Advanced Bionics GmbH aus Fellbach, sowie den Anbieter diverser Hörhilfsmittel, Fa. Humantechnik GmbH aus Weil am Rhein, die mit Informations- und Begegnungsständen ihre Neuheiten präsentierten. Am Nachmittag konnte in einer breiten Podiumsdiskussion mit den Referenten und Ausstellern das Thema weiter vertieft und die Teilnehmer mit ihren Erfahrungswerten und Fragen voll mit einbezogen werden.

Die gute Versorgung an dem Tag hatte das BBW ( Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte ) in Leipzig übernommen.

Alle Teilnehmer waren am Ende der Veranstaltung sehr angetan von den vielen Informationen und neuen Erkenntnissen sowie Gesprächen und Begegnungen und versprachen, beim 6. Sächsischen Hörtag 2017 in Chemnitz, wieder dabei zu sein.

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Blick in den Hörsaal

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Herr Grünloh Firma Cochlear bei der Vorstellung von Neuheiten

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Herr Prof. Fuchs bei der Podiumsdisskusion

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LAG SH Vorstandssitzung am 19.04.16 in Chemnitz, in der Ge-schäftsstelle des LV der Kehl-kopfoperierten in Sachsen

Um die Mitgliedsverbände der LAG SH in den Regionen noch besser zu erreichen, finden regelmäßig , unabhängig vom Sitz der LAG SH in Dresden, in Leipzig und Chemnitz noch Vorstandssitzungen statt. Dazu werden die LV eingeladen, die ihren Sitz im Umkreis der Tagungsorte haben. So war unser LV zu der Sitzung am 19.04.16 mit eingeladen. Neben einem Erfahrungsaustausch über die Arbeit der Mitglieder in der LAG SH stand vor allem die Auswertung der Fachtagung vom 18.04.16, zur Erstellung eines Aktionsplanes zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention durch die Sächsische Staatsregierung, auf dem Plan. Aber auch das ÖPNV Projekt und seine Stellungnahme zum Transport von E-Skooter stand auf der Tagesordnung.

Schließlich wurden die anwesenden Mitgliedsverbände über die Vorbereitung und Durchführung der LAG SH Mitgliederversammlung am 04.05.16 in Leipzig, in der neuen Messe, informiert. Auch zum Gemeinschaftsstand der LAG SH mit ihren Mitgliedern zur „OTWorld Messe “ vom 03. bis 06.05.16 in Leipzig wurde die Standbetreuung und die Repräsentation besprochen. Nach der Mittagspause schloss sich noch eine interne Sitzung des LAG SH Vorstandes an.

Mit solchen sehr interessanten Beratungen wird das Zusammengehörigkeitsgefühl der LAG SH Mitglieder enorm gestärkt.

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Der Vorstand der LAG SH

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Blick in die Runde der Gäste

 

Fachtag „Erstellung des Aktions-planes der Sächsischen Staats-regierung zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention“ am 18.04.16 im Hygienemuseum Dresden

Ca. 80 geladene Teilnehmer aus Ministerien, Politik, Behörden , Ämtern und Selbsthilfeorganisationen waren der Einladung der Sächs. Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Barbara Klepsch, gefolgt, um über den Stand und die Arbeitsergebnisse der seit vergangenem August arbeitenden Arbeitsgruppen zur Erarbeitung des Aktionsplanes Bericht erstattet zu bekommen. Alle Anwesenden waren in der Erwartung nach Dresden gereist, den Entwurf des Aktionsplanes ausgehändigt zu bekommen, doch es gab nur mündlich vorgetragene Schwerpunkte, die als Konsens in den Arbeitsgruppen sich herauskristallisiert hatten. Die neue Qualität des Miteinander unterschiedlichster Interessenvertreter in diesem Prozess wurde zwar mehrfach betont, doch die dominierende und restriktive Rolle der IMAG ( interministerielle Arbeitsgruppe ) konnte damit nicht wegdiskutiert werden. Wenig konkretes konnte nur vorgetragen werden bzgl. Maßnahmen, die mit dem Aktionsplan umgesetzt werden sollen, eine Kampagne zur Öffentlichkeitssensibilisierung wurde massiv bzgl. der verwendeten Slogan ( die für Menschen mit Behinderung eher anstößig und z.T. diskriminierend sind) abgelehnt. Fazit ist, es gibt noch viel zu tun, um die Barrieren abzubauen, vor allem in den Köpfen, um einen für behinderte Menschen wirkungsvollen Aktionsplan entstehen zu lassen.

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Podiumsdiskussion mit Frau Barbara Klepsch ( Sächs. Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz)

Besuch des Studios zur Live-Untertitelung der Sendung “ MDR um 11″ in Leipzig

Am 04.04.2016 hatte der Beauftragte für Barrierefreiheit beim MDR, Herr Georg Schmolz, 12 Vertreter der Hörgeschädigten aus Sachsen und Thüringen ( und damit stellvertretend auch für Sachsen – Anhalt ) zu einem  Erfahrungsaustausch mit eingeladen.

Von 10,00 Uhr – 10,45 Uhr hatten die Teilnehmer die Gelegenheit die Untertitelung von Sendungen im MDR – als spezielles Angebot für hörgeschädigte und gehörlose Zuschauer kennen zu lernen. Es wurde das Studio zur Untertitel Vorproduktion vorgestellt. In diesem werden die vorliegenden Texte von Kommentaren und Filmbeiträgen als Untertitel vorgefertigt. Dann konnten die Teilnehmer die Live Untertitelung der Sendung ” MDR um 11 ” im Studio miterleben. Hier wird die im Studio Magdeburg produzierte Sendung mit vorgefertigten Untertiteln geprüft auf inhaltliche Korrektheit bzw. z.B. bei Interviews in der Sendung mit Untertiteln live durch drei „Untertitlerinnen“ über ein Spracherkennungssystem ergänzt und als „neuer untertitelter“ Beitrage dann gesendet. Dies muss, um die Synchronität mit dem Bild zu gewährleisten, innerhalb von 3 Sekunden erfolgen. Die Teilnehmer waren fasziniert von der hochkonzentrierten Arbeit der „Live-Untertitlerinnen“ und von den technischen Möglichkeiten, die es in dieser Sache gibt. Gleichzeitig konnten sie ein Verständnisgefühl für auftretende Fehler bzw. Überlagerungen von Untertiteln und Einblendungen gewinnen. Auch, dass 22 Personen täglich im MDR für die Untertitelung von Sendungen arbeiten, beeindruckte sehr. Der MDR sendet durchschnittlich fast 20 Stunden pro Tag mit Untertitel, das sind etwa 82 % des Fernsehprogramms.

Ein unvergessliches Erlebnis für die Teilnehmer, aber auch für die Verantwortlichen im MDR, um Sendungen für Menschen mit Behinderungen bedarfsgerecht entstehen zu lassen.

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Media- City Leipzig

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Empfang durch Herrn Schmolz Leiter Barrierefreiheit beim MDR

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Vorstellung der Untertitelangebote

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Im Studio der Live – Untertitelung

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den Live Untertitlerinnen über die Schulter geschaut