Fachtag der PARITÄT und der Lebenshilfe Sachsen zum „Bundesteilhabegesetz“

Am 28.06.16 trafen sich ca. 45 Vertreter aus den Mitgliedsverbänden der PARITÄT und der Lebenshilfe Sachsen sowie Vertreter aus den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu einem Fachtag zum Thema “ Das Bundesteilhabegesetz kommt … !?“ im BFW ( Berufsförderungswerk ) Dresden, um den Referentenentwurf zu diskutieren. Besser konnte der Zeitpunkt nicht gewählt werden, denn am gleichen Tag behandelte das Kabinett im Kanzleramt den Entwurf. Nachdem die Vertreter des Vorstandes der beiden gastgebenden Veranstalter den Tag eröffnet hatten, versuchten die Geschäftsführer von PARITÄT ( Herr Richter ) und Lebenshilfe ( Frau Hoekstra ) in Form eines Interview in das Thema einzuführen. Hauptreferentin aber war Frau Scheytt vom Gesamtverband der PARITÄT in Berlin. Sie versuchte in einer Gegenüberstellung positives und nicht vertretbares aus dem Entwurf zu präsentieren. Schnell wurde klar, dass der Entwurf in keiner Weise den Erfordernissen noch den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen genügt und nichts konkretes fixiert, vieles auf die Länderebene als „Regelungsebene“ verschiebt. Somit war der Unmut der Teilnehmer zum Gesetzentwurf sehr ungehalten. Dies brachten auch die am Nachmittag stattfindenden 3 Arbeitsgruppen noch mal zum Ausdruck, dessen Ergebnisse von den Leitern der Gruppen vorgestellt wurden. Am Ende des Tages,  mit der Nachricht aus Berlin, dass das Kabinett den Entwurf so angenommen hat, stand die Enttäuschung den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben, über das Gesetz, was kommt aber nichts bringt!

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Blick in die Runde                                        Herr Richter und Frau Hoekstra

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Schulungswochenende des LV in Seifhennersdorf

Vom 24. 06. – 26.06. trafen sich Vertreter der Ortsvereine und Selbsthilfegruppen zu einem Schulungswochenende in der Windmühle Seifhennersdorf. Am Freitag Nachmittag nach der Anreise, und einem Kaffeetrinken mit selbstgebackenen Kuchen zur Begrüßung, stellte Frau Cieslak ( Vorstandsmitglied im “ Windmühle e. V.) das Objekt und seine Geschichte vor. Im 2. Vortrag konnten Frau Rose Jokic und Frau Antje Barten vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen aus ihrer Arbeit berichten. Das Antidiskriminierungsbüro (ADB) ist eine zentrale Anlaufstelle im Freistaat Sachsen für Betroffene von Diskriminierung. Es existiert als eingetragener Verein ADB e.V. seit 2004 in Leipzig. Das ADB unterstützt Menschen bei der Durchsetzung ihrer Interessen zum Schutz vor konkreten Benachteiligungen wegen:

  • rassistischer oder ethnischer Zuschreibungen
  • des GeschlechtsDSCI0667
  • der sexuellen Identität
  • einer Beeinträchtigung
  • des Lebensalters
  • der Religion bzw. Weltanschauung

Das Antidiskriminierungsbüro ist eine Anlaufstelle für alle genannten Diskriminierungstatbestände. Es verfolgt damit den horizontalen Ansatz, der auch den Antidiskriminierungsrichtlinien der Europäischen Union und dem bundesdeutschen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz zugrunde liegt.

Weitere Informationen können hier abgerufen werden : http://www.adb-sachsen.de

Im Anschluß konnten wir Frau Mirle ( Behindertenbeauftragte des Landkreis Görlitz ) und Herrn Hanisch ( Vorsitzender des Gehörlosenvereins Niederschlesien e. V. Görlitz begrüßen. In einer Diskussionsrunde berichtete Frau Mirle über die Anstrengungen und die Erfolge beim Abbau von Barrieren für Hörgeschädigte im Landkreis z. B. unter Nutzung der Förderung “ Lieblingsplätze für Alle“. Herr Hanisch stellte die Arbeit des  Gehörlosenvereins Niederschlesien e. V. Görlitz vor und bekräftigte die Bereitschaft enger mit unserem Landesverband, als kooperatives Mitglied, zusammenzuarbeiten.

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Blick in die Runde                               Frau Mirle ( Behindertenbeauftragte LK Görlitz)

Nach einem reichhaltigen Abendbrot ließen wir den Tag bei einem gemütlichen Beisammensein,unter einer großen Buche im Gelände der Windmühle, ausklingen.

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gemütliche Runde im Schatten der Buche      Objekt “ Windmühle “ Seifhennersdorf

Am Sonnabend  Vormittag führten wir unsere Mitgliederversammlung mit den Berichten zur Arbeit im Jahr 2015, dem Finanzbericht , dem Bericht der Revision und der Entlastung des Vorstandes durch. Weiterhin wurden das Arbeitsprogramm 2016 / 2017, der vorläufige Haushaltsplan 2017 und die Beitragsordnung beschlossen. Am Nachmittag stand die Besichtigung der “ Sternemanufaktur “ Herrnhut und eine Rundfahrt durch die Oberlausitz mit seinen Umgebindehäusern auf dem Programm. Am Abend trafen sich dann alle Teilnehmer in der gemütlich eingerichteten Bauernstube des historischen Umgebindehauses der “ Windmühle“.

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Besichtigung und Filmvortrag in der Sternemanufaktur Herrnhut

 

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Akkordeonmusik und Gesang am Abend

Am Sonntag Vormittag berichteten unsere Gäste Barbara Tewes und Winrich Raschkowski aus Schleswig Holstein im Vortrag “ Barrierefreiheit und Umsetzung der UN BRK für Hörgeschädigte “ über ihre Erfahrungen bei der Erstellung eines Aktionsplanes in ihrem Bundesland.

Die Teilnehmer des Schulungswochenendes bestätigten im abschließenden Resümee, dass der Erfahrungsaustausch und die Übermittlung von Informationen, wie an diesem Wochenende, sehr wichtig für die Beratung von Hörgeschädigten ist. Dank der aufgebauten Funkhörschleifenanlage und Bereitstellung der Vorträge mittels Beamer und in Schriftform konnten alle gut den Ausführungen folgen. Nach dem Mittagessen war auch schon wieder die Zeit gekommen, um die Heimreise anzutreten. Das nächste Schulungswochenende wird vom 30.06. – 01.07.2017  stattfinden. Der Ort wird, nach Abstimmung im Vorstand, noch bekanntgegeben.

CI – SHG trifft sich im HÖRBIZ Chemnitz

Anett Zimmermann, die Leiterin der CI-Lauscher Selbsthilfegruppe Chemnitz/Erzgebirge, hatte am 04.06.16 zum zweiten Treffen von CI-Trägern, ihren Angehörigen und Freunden sowie alle Interessierten in den Beratungsraum des HÖRBIZ Sachsen vom Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten in der Georgstraße 7e eingeladen. 18 Teilnehmer waren aus der Stadt und dem Chemnitzer Umland gekommen, auch aus Gera von der dortigen CI Gruppe und aus Nossen, um dem Vortag von Herrn Catarino von der Firma Cochlear, zum Thema „Zusatzgeräte für das CI“ zu verfolgen und in der anschließenden Diskussion dazu Nachfragen zu stellen. Aber auch der Austausch untereinander und die individuelle Beratung am CI-Demonsstrationsobjekt  kamen nicht zu kurz. Vor allem für potentielle CI-Implantationsträger waren die Informationen ein guter Schritt in Richtung Aufklärung und Entscheidungsfindung. Für das leibliche Wohl und eine gute Versorgung der Teilnehmer hatten die Mitarbeiter vom HÖRBIZ gesorgt.

Mit erfüllten Erwartungen und der Hoffnung, am 03.09.16, beim nächsten CI-Gruppentreffen wieder mit dabei zu sein, machten sich die Gäste wieder auf dem Heimweg.

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Regionalkonferenz der PARITÄT Sachsen am 02.06.16 in Chemnitz

Die PARITÄT Sachsen hatte am 02.06.16 zu ihrer Regionalkonferenz in die IHK Chemnitz eingeladen, um das Thema „Fachkräftegewinnung und Fachkräftebindung“ mit den Mitgliedern, die in der Region Chemnitz angesiedelt sind, zu beraten. Die Tagung, die 14 Uhr begann, gliederte sich in zwei Teile, zuerst wurden verbandsspezifische Themen ( Vorstellung des Paritätischen Arbeitgeberverbandes, strukturelle Entwicklungen im Verein und allgemeine Informationen ) durch den Landesgeschäftsführer Michael Richter behandelt, im zweiten Teil referierten der IHK Vorsitzende von Chemnitz, Herr Neuburg, die Regionalmanagerin in der DPFA Akademiegruppe, Frau Schreiterer und Herr Eisenberg, von der Geschäftsleitung der Schwabschen Heimstiftung – Alterswohnsitz Gut Förstel, zu den Thema des Tages aus ihrer Sicht, ihren Erfahrungen. Unbestritten herrscht Fachkräftemangel und jeder auf seinem Gebiet trägt hohe Verantwortung, wie man zu Fachkräften kommt und nicht nur durch Abwerbung und „Knebelverträge“. So konnten die Teilnehmer der Konferenz viele interessante Ausführungen hören, ob diese aber auch „praxistauglich“ sind, wird sich zeigen, das Thema wird sich garantiert weiter verschärfen!

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Horst Wehner ( Vizepräsident des sächsischen Landtages ) bei der Eröffnung der Konferenz

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Michael Richter ( Geschäftsführer der Parität LV Sachsen )  beim Teil 1 der Tagung

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Referenten im Teil 2 der Tagung