DSB Länderratsklausur im Hörbiko Neubrandenburg

Der DSB- Länderrat tagte in Form seiner jährlichen Klausur vom 17.03-19.03.17 im Hörbiko Neubrandenburg., der Beratungs- und Begegnungsstätte des Landesverbandes der Schwerhörigen und Ertaubten Mecklenburg- Vorpommern e.V. Von den 12 Mitgliedern des DSB Länderrates waren 9 Vertreter aus den Bundesländern angereist. Auf der Tagesordnung stand das Thema „DSB- Beratungsstellennetz in der BRD – gefördert durch das Bundesteilhabegesetz“ ganz vorn dran. Aber auch die Arbeit des DSB in der Geschäftsstelle in Berlin, die Projektarbeit (z.B. Schriftdolmetscherausbildung u.a.), die Beitragsordnung des DSB und die IFHOH- Tagung vom 06.-08.10.17 in Berlin standen mit zur Diskussion. Nicht zu kurz durften die Berichte und Problemkreise aus den Landesverbänden bzgl. der Schwer-hörigen- und Ertaubtenarbeit kommen. In diesem Zusammenhang wurde über die Durchführung von Regionalkonferenzen („Tag der Inklusion für Hörgeschädigte“) diskutiert und die Bereitschaft zur Organisation solcher Events, in Anlehnung an bereits geplante Veranstaltungen, erklärt.Ertragsreichster Programmpunkt der Klausur waren die vielen Gespräche und Begegnungen, neben den offiziellen Tagungsordnungspunkten. Der Rahmen der Klausur war von den Organisatoren vor Ort mit bester Verpflegung und Stadtbesichtigung, sowie „Erlebnis Wieck-Haus“ sehr gut gestaltet worden, dafür bedanken sich die Teilnehmer nochmals ganz herzlich. Die Klausur des Länderrates im nächsten Jahr (März 2018) wird in Stuttgart stattfinden, Gastgeber ist dann der Landesverband von Baden- Württemberg.

Selbsthilfegruppe der Schwerhörigen und Ertaubten Chemnitz zu Gast beim DSB Landesverband

Auf Einladung des DSB LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V., traf sich am 15.03.17 im Beratungsraum, in der Georgstraße 7e, die Selbsthilfegruppe der Schwerhörigen und Ertaubten Chemnitz ( Mitglied in der Deutschen Selbsthilfe Hörgeschädigter e.V. ). Als Referent war Herr Kroel von der Firma Humantechnik aus Berlin angereist, um die Mitglieder der Gruppe zu den Angeboten der Firma zu informieren und über die Erfahrungen bei der Ausstattung von Arbeitsplätzen für Hörgeschädigte zu berichten. Dr. Müller, Ltr. des HÖRBIZ Sachsen, berichtete von der Beratungs- und Präventionsarbeit für Hörgeschädigte und alle Interessierten. In einer regen Diskussion zu den Ausführungen konnten die Anwesenden ihre Problemkreise und Wünsche an die Referenten äußern. Fazit der Veranstaltung, ein enger und reger Erfahrungsaustausch hilft oft schnell und unkompliziert weiter, d.h. es wird weitere solche Treffen geben. Herr Stapel, der Leiter der SHG bedankte sich beim LV für die gute Organisation und Versorgung der Veranstaltung.

Blick in die Runde

Herr Kroel bei seinem Vortrag

Arbeitsgespräch des LV mit seinen Mitgliedern

Turnusgemäss trafen sich die Vertreter der Mitglieder ( Ortsvereine und Selbsthilfegruppen in Sachsen) des Landesverbandes der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. zu ihrem Arbeitsgespräch mit dem Vorstand des Vereins am 10.03.17 im Beratungs-raum in der Georgstraße 7e in Chemnitz. Am Vormittag war die Pflegeberaterin Frau Ranft von der AOK PLUS in Chemnitz zu Gast, um über das Pflegestärkungsgesetz II zu informieren, welches ab 01.01.17 in Kraft ist. Dabei erläuterte Sie den neuen Begriff „Pflegebedürftigkeit“ und die Pflegegrade 1 bis 5 bzgl. Inhalt und Kostenzuschuss. Vor allem Demenzerkrankte profitieren von dem Gesetz. Nach der Mittagspause berichtete Dr. Müller über die Situation im HÖRBIZ und im Büro des LV, dabei ging er auf Schulungen und Tagungen in den letzten Wochen ein, an dem der LV teilgenommen hatte. Eine besondere Herausforderung wird die Vorbereitung der Zertifizierung des HÖRBIZ im Mai 2017 sein, als Vorstufe zu einer unabhängigen Beratung für Hörgeschädigte in Sachsen, gefördert ( Antrag ist im August zu stellen ) durch das BTHG (Bundesteilhabegesetz ) in Berlin. Anschließend berichteten die Mitgliedsvertreter von ihrer Arbeit/ihren Problemen in den OVs und SHG. Hauptproblem ist der fehlende Nach-wuchs, sind fehlende neue Mitglieder. Gemäß dieser Altersstruktur gestalten die OVs und SHG ihre inhaltliche Aktivitäten. Die Diskussion dazu zeigte, dass nur im engen Miteinander die Probleme „gemindert“ werden können. Danach machte der Vorsitz-ende, Joachim Schlippe, Ausführungen zu ausgewählten Terminen und Vorhaben. So berichtete er vom Stand der Vorbereitungen für den 6. Sächsischen Hörtag am 22.04.17 in Chemnitz, vom Schulungswochenende des LV vom 30.06.-02.07.17 in Rabenberg sowie vom geplanten Workshop zur Barrierefreiheit am 03.05.17 im Rahmen der MTM Tage in Leipzig. Auch die beantragten Fördermittel wurden erläutert sowie der Aufruf zur Mitarbeit im Landesbehindertenbeirat und in den Patienten-vertretungen der Kassenärztlichen Vereinigung vorgestellt. Mit einem Erfahrungsaustausch in gemütlicher Runde, bei Kaffee und Kuchen, klang das Treffen aus. Am 20.10.17 wird es das nächste Arbeitsgespräch geben.

 

Frau Ranft ( Pflegeberaterin der AOK ) bei ihrem Vortrag

die Teilnehmer aus den OV bzw. SHG

 

 

Freistaat Sachsen legt Studie zu Wohnbedarf von Menschen mit Behinderungen vor

Die 6. Offene Tagung des Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen fand am 06.03.2017 im Beisein der Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch im Haus an der Kreuzkirche in Dresden statt.Unter dem Thema „Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ – Schwerpunkt „Wohnen“ wurde vor mehr als 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die vom Sächsischen Staatsministerium des Innern in Auftrag gegebene neue Studie „Bedarfsgerecht barrierefreier Wohnraum in Sachsen“ vorgestellt und diskutiert. Sie ist eine Maßnahme des Aktionsplans der Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, der im vergangenen Jahr beschlossen wurde. Als erstes Bundesland hat der Freistaat Sachsen eine gezielte Studie zu den subjektiven Wohnbedürfnissen von Menschen mit Behinderungen in Auftrag gegeben. Die Studie wurde vom Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD) erstellt. Die Projektleiterin, Frau Trabant, leitet bei der Architektenkammer Sachsen die Arbeitsgruppe für barrierefreies Bauen und Planen. Dabei wurden insbesondere motorische oder sensorische Behinderungen berücksichtigt und die spezifischen Wohnbedarfe für diese Personengruppen ermittelt. Für die Studie wurden 2400 Antworten von Menschen mit Behinderungen aller Altersgruppen im Landkreis Bautzen, dem Erzgebirgskreis und der Stadt Leipzig exemplarisch ausgewertet. Mit der Studie liegen nun erstmals detaillierte Kriterienkataloge für bedarfsgerechte Wohnungen sowie das unmittelbare Wohnumfeld vor“, sagte Innenminister Markus Ulbig im Vorfeld der Tagung. „Unabhängig von den hohen Zufriedenheitswerten sieht die Studie jedoch Handlungsbedarf, mehr Wohnungen bedarfsgerecht barrierefrei zu gestalten. Dies ist eine Aufgabe für alle wohnungspolitischen Akteure und Ansporn für die Politik, sagte die Referatsleiterin, Frau Wenzler vom SMI.„Wir wollen den Weg in eine inklusive Gesellschaft gemeinsam gehen. Dabei wird auch das Thema barrierefreier Wohnraum künftig besonders im Fokus stehen. Und hier liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns“, betonte die sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch während der Tagung. Der Behindertenbeauftragte des Freistaates Sachsen, Herr Pöhler, betonte in seinem Schlußwort, dass die Tagung gute Ansätze und Überlegungen hervorgebracht hat, es nun um die konkrete Umsetzung geht.

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Frau Meinhardt vom MDR als Moderatorin der Veranstaltung

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Frau Wenzler , Referatsleiterin im SMI

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Frau Adolf Referatsleiterin im SMS

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Frau Klepsch ( Sozialminsterin ) und Herr Merkel ( Behindertenbeauftragter Leipzig – Land) und das Podium

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Herr Pöhler (Behindertenbeauftragte des Freistaates Sachsen)