6. Sächsischer Hörtag mit großer Resonanz bei den Teilnehmern

Am 22.04.17 fand in der IHK Chemnitz der 6. Sächsische Hörtag zum Thema „Hör- und Sehschädigung“ statt. Mehr als 60 Teilnehmer waren der Einladung des LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. gefolgt, um diesen besonderen Tag mitzuerleben. Schirmherrin der Veranstaltung war die OB von Chemnitz, Frau Barbara Ludwig, die ein Grußwort an die Teilnehmer übermittelt hatte. Der Tag war geprägt durch sehr anspruchsvolle Referate, von Prof. Dr. Oeken, ChA der HNO-Klinik im Klinikum Chemnitz, zur „Vererbung von Schwerhörigkeit“, von Frau Prof. Dr. Engelmann, ChA der Augenklinik im Klinikum Chemnitz, zu „Makula-Schädigungen bei Hörgeschädigten“, von Herrn Voigt, Leiter des CI-Rehazentrums Thüringen, Niederlassung Gera und Erfurt , zu „CI-Rehabilitationen bei Mehrfachbehinderten“ und von Herrn Schropa Leiter MED-EL Care Center Dresden zu “ Die Individuelle Beratung im Care – Center , die Möglichkeiten des CI im Zusammenspiel mit Zusatzgeräten“. In der anschließenden Diskussion zu den Referaten wurden viele detaillierte Nachfragen zu den Ausführungen aus der persönlichen Betroffenheit der Teilnehmer gestellt. Konsenz bei allen Darlegungen war das Zusammenwirken von medizinischer/rehabilitativer Betreuung von Hör- und Sehgeschädigten mit den Selbsthilfeorganisationen auf dem Gebiet. Am Nachmittag hatten die anwesenden Aussteller der CI-Firmen und der Fa. Humantechnik ihre Chance das, was sie an ihren Informationsständen präsentierten, näher zu erläutern und die Teilnehmer damit anzulocken, so dass diese sich dann weitere Informationen abholen konnten. Auch der Landesverband, und da insbesondere das HÖRBIZ Sachsen, präsentierte seine Angebote und Dienstleistungen. Mit dem Informationsstand des Sozialministeriums zu „Behindern – verhindern“ wurde das Angebot abgerundet und den Teilnehmern der Aktionsplan der Staatsregierung des Freistaates Sachsen näher gebracht. Ein von allen Teilnehmern sehr gelobter und gewürdigter Hörtag schloss mit einem Ausblick auf den 7. Sächsischen Hörtag 2018 in Dresden.

Herr Voigt (CI-Rehazentrum Thüringen) bei seinem Vortrag

Frau Professor Dr. Engelmann (Augenklinik Klinikum Chemnitz), Herr Professor Dr. Oeken (HNO-Klinik Klinikum Chemnitz)

Blick in die Runde

 

Herr Schmidt (Cochlear Deutschland) bei der Vorstellung des Produktportfolios

Gespräche an den Ständen der Aussteller

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Vorstand des LV berät zu nächsten Aktivitäten

Am 10.04.17 traf sich der Vorstand des LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. zu seiner turnusmäßigen Sitzung. Zunächst standen die Protokollbestätigungen von den Zusammenkünften im Februar und im März an. Danach gab es einem kurzen Rückblick auf die ersten drei Monate im Jahr und die Aktivitäten im Verein, dann berichtete Dr. Müller, Leiter des HÖRBIZ Sachsen, über die Beratungstätigkeit und die Informationsgespräche mit Ämtern und Behörden rund ums Thema „Hören“. Dabei wurde deutlich, wie viel Unwissenheit zu Hörschädigungen noch vorhanden sind. Schwerpunkte der Sitzung waren aber die Vorbereitung des 6. Sächsischen Hörtages am 22.04.17 im Kammersaal der IHK Chemnitz und der Workshop am 03.05.17 in der media city Leipzig (MDR-Gelände) zur „Barrierefreiheit in den Medien“. Neben den organisatorisch-inhaltlichen Fragen zu den Aktivitäten standen vor allem auch die „Ansprechmöglichkeiten“ zur Gewinnung von Betroffenen und Interessierten für die Angebote auf der Tagesordnung. Auch das Kernthema „Mitgliedergewinnung – Mitgliederpflege“ wurde diskutiert und soll auf der Landestagung des LV vom 30.06. – 02.07.17 in Rabenberg eine wichtige Rolle spielen. Abschließend konnten noch Terminabstimmungen und ein Informationsaustausch zu Einladungen, Förderrichtlinien, Entwicklungen im DSB und in der LAG SH Sachsen u.a.m. erfolgen. Mit einem Kaffeetrinken und lockerem Erfahrungsaustausch sowie guter Einstimmung auf Ostern wurde das Treffen beendet.

Schwerhörigenverein im Erzgebirgskreis besucht Orchideenschau in Dresden

Am 25.03.17 machten sich einige Mitglieder des Schwerhörigenverein im Erzgebirgskreis, zusammen mit Blumenfreunden aus dem Körperbehindertenkreis der Ephorie Aue, auf zum Ostermarkt in den Messehallen in Dresden, die auch die internationale Orchideenschau mit über 1000 Exemplaren aus 5 Kontinenten beinhaltete. Bei strahlend blauem Himmel und einer problemlosen Anreise in den Kleinbussen des Vereins nach Dresden, gab es den ersten „Stau“ beim Einlass in die Hallen, zu viele Menschen aus ganz Deutschland ( und den Nachbarländern ) hatten das gleiche Ziel, wie unsere Ausflügler. Neben vielen Dekorationen und Anregungen zum Osterfest gab es aber auch viele nützliche Dinge für Haushalt und Garten, ausgefallene Kleidung und Kosmetik, viele leckere Angebote und für die Kinder Spiele und Begegnungen mit Tieren. Vor allem aber die Halle 3 hatte es den Besuchern angetan, eine Farbenpracht der Blüten und Arrangement der Lebensräume von Orchideen begegnete den Blumenfreunden. Neben dem Bestaunen der besonderen Pflanzen und ihrer vielfältigen Blütenvarianten, konnte man auch einige Vertreter bestimmter Gattungen kaufen, nicht gerade zum „Schnäppchenpreis“! Für die ganz besonders Neugierigen gaben die Fachleute von den Gartenbaubetrieben nützliche Tipps zur Zucht und Pflege von Orchideen. Von den Erlebnissen und Bildern in den Messehallen tief beeindruckt, aber auch geschafft, konnten die Teilnehmer bei Kaffee und „echter Dresdner Eierschecke“ sich etwas erholen, bis wieder die Heimreise angetreten wurde. Ein ganz besonderer Tag bleibt den Besuchern in Erinnerung.

Fachaustausch von Trägern zu ihren Projekten „Inklusion“ am 29.03.17 in Chemnitz

Auf Einladung des Förderzentrum Jugend & Umwelt gGmbH Sachsen – Solaris – fand am 29.03.17 im City Hostel Chemnitz (Jugendherberge) ein Fachaustausch von Trägern von Inklusionsprojekten statt. Die LAG SH, als Projektpartner des Solaris Projektes „Dabei sein“ war Mitbeteiligter, denn die Präsentation des Projektes basierte in wesentlichen Teilen auf Evaluationsergebnissen, die die LAG SH in ihrer Zuarbeit geliefert hatte. Frau Helm als Projektkoordinatorin vom „Inklusionsnetzwerk Sachsen“ und Dr. Müller als Vorsitzender der LAG SH nahmen an dem Austausch teil. Auch als Projektpartner waren Vertreter vom KSV Sachsen, von Support und vom Integrationsfachdienst mit anwesend. Der Teilnehmerkreis schloss aber auch Gäste mit ein, die mit Inklusion haupt- oder ehrenamtlich zu tun haben. Noch fünf weitere Projekte konnten präsentiert werden, vom Landratsamt Bautzen in Zusammenarbeit mit dem BBZ Bautzen, vom BBW Leipzig, vom „Haus der Inklusion“ in Wernigerode, von der Initiative „Arbeit und Leben Nordsachsen“ sowie von der Softdoor GmbH und Jobcenter des Kreises Bergstraße. Im Inhalt spiegelten sie alle das gleiche Anliegen wieder, Menschen mit Behinderungen, sozialer Ausgrenzung und fehlender gesellschaftlicher Anerkennung durch Inklusion in Arbeit und Beschäftigung bringen. Dabei konnte man sich auf ein Programm des Bundesarbeitsministeriums stützen, was diese Projekte seit 2015 finanziert. Sehr interessant waren die Best Practise in den Projekten, die verdeutlichten, welche individuellen Erfolgsbeispiele erzielt werden konnten. Auch die Projektteilnehmer ähnelten sich sehr und so konnte am Ende des Tages von allen Beteiligten das Resüme gezogen werden, es gibt gute Ansätze und erste Erfolge, aber es bleibt noch viel zu tun. Deshalb wird es im nächsten Jahr wieder solch einen Erfahrungsaustausch geben.