Cochlear Beraterseminar für Leiter von Selbsthilfegruppen und DSB Organisationen

Der CI Hersteller Cochlear aus Hannover hatte am 17.10.17 zu einem Beraterseminar für Leiter von Selbsthilfegruppen und DSB Organisationen von Hörgeschädigten aus dem Mitteldeutschen Raum nach Leipzig in das Radisson Blu Hotel eingeladen, um ihnen das neue Nucleus 7 sowie weitere Neuerungen in der Cochlear Produktpalette vorzustellen. Aus dem LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen nahmen an der Veranstaltung Frau Angela Knölker, Leiterin der CI Gruppe des Ortsvereins Dresden, Frau Heidrun Ruden, Leiterin der Beratungsstelle beim Stadtverband der Hörgeschädigten Leipzig und der Leiter des HÖRBIZ Sachsen, Herr Dr. Matthias Müller, teil. Das angereiste Cochlear Team Ost, mit Herrn Matthias Weseloh an der Spitze, präsentierten die Firma Cochlear als führendes innovatives Unternehmen mit langer Tradition, Hörprobleme mit modernsten technischen Hilfsmitteln (Knochenleitungsimplantat BAHA, Mittelohrimplantat Carina und Cochlear Impantat) anzugehen bei 450 000 CI Versorgten durch 3000 Kliniken weltweit. So konnte der Alltag mit einem Cochlear Nucleus System theoretisch und praktisch demonstriert werden. Herr Martin Reinholz, als Akustikmeister und Technikberater ging dabei auf jedes Detail ein. Aber auch die Informationsplattform „ ich will hören.de“ und die lebenslange Begleitung der CI Träger in der Cochlear Familie wurde vorgestellt. Für alle Teilnehmer gab es die Vorträge und Informationen auf einen Stick, um sie effektiv in der Beratungsarbeit nutzen zu können.

Herr Martin Reinholz, Akustikmeister und Technikberater bei seinem Vortrag

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Erfahrungsaustausch zur Weiterentwicklung der Barrierefreiheit in den MDR Angeboten

Am 19.10.17 hatte die MDR Intendantin, Frau Prof. Wille, zum jährlichen Erfahrungsaustausch mit ihr, die Behindertenverbände der Sinnesgeschädigten, die Behindertenbeauftragten sowie Vertreter aus Politik und Medienwirtschaft aus den MDR Ländern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in die Alte Börse auf dem MDR Gelände in Leipzig eingeladen. Nach dem Informations- und Impulsvortrag von Frau Prof. Wille, hielt Herr Schmolz, Beauftragter für Barrierefreiheit beim MDR, den Jahresbericht zu den Neuerungen in der Untertitelung, bei den Gebärdendolmetschereinblendungen und bei den Audio Skript Verfahren sowie den neuen App Möglichkeiten. Dies erzeugte bei den Teilnehmern größten Respekt und Dank für diese weiteren Schritte zur Barrierefreiheit in den Medien. In der anschließenden Diskussion konnten die Teilnehmer ihre Fragen und Wünsche zu den Neuerungen stellen und Anregungen für eine Weiterarbeit an Problemkreisen abgeben. Seitens der Schwerhörigen und Ertaubten nahmen leider nur vom Landesverband Sachsen, der Vorsitzende, Herr Joachim Schlippe und der Leiter des HÖRBIZ Sachsen, Herr Dr. Matthias Müller, an der Veranstaltung teil. Am Ende des Erfahrungsaustausches vereinbarten sie mit Herrn Schmolz ein Gespräch, in dem es um die Hintergrundmusik als gravierendes Störgeräusch bei Sendungen und um die barrierefreie Teilnahme von Hörgeschädigten bei Show- und Quizsendungen mit Zuschauer-Telefoneinbindung geht. Mit dem Erfahrungsaustausch stellte der MDR aber erneut seine Vorreiterrolle bei den regionalen, öffentlich rechtlichen ARD Sendern unter Beweis.

LV Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten e.V. führt Herbsttagung in Nürnberg durch

Vom 13. Bis 15.10.17 führte der Landesverband Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten seine Wochenendschulung für seine Mitglieder und Gäste im Berufsförderungswerk Nürnberg durch. Der Einladung waren 40 Teilnehmer aus den Selbsthilfegruppen und Selbsthilfevereinen für Schwerhörige aus Bayern und Vertreter der  Hörgeschädigten aus Thüringen und Sachsen gefolgt. Vom HÖRBIZ Sachsen nahm Dr. Matthias Müller an der Tagung teil. Auf dem Programm standen interessante Vorträge, so von Herrn Thomas Stritzke, Psychologe am Erlanger Klinikum am Europakanal, zum Thema: Psychosomatische Probleme bei Schwerhörigen und von Herrn Dr. Roland Weber, Rechtsanwalt und DSB Referat Recht Vertreter aus Berlin, zum Thema: Gutes Hören – Ihr gutes Recht darauf. Herr Andreas Kammerbauer als sozialpolitischer Referent des DSB informierte die Teilnehmer über die Fortbildungsreihe von „Strategie-Workshops“ in Frankfurt a.M. und deren inhaltliche Schwerpunkte.  Aber auch die Seminare zur Arbeit an Identitätsaussagen von Hörgeschädigten zur Imagearbeit in der „hörenden Gesellschaft“ bereicherten das Treffen. Der Vorsitzende des LV Bayern, Herr Werner Hagedorn, hatte einen ansprechenden und erfolgversprechenden Rahmen für die Tagung organisiert. Am Ende der Schulung vereinbarten die Hörgeschädigtenvertreter von Bayern, Sachsen und Thüringen, zukünftig noch enger zusammenzuarbeiten und sich zu verschiedenen Veranstaltungen einzuladen.

Herr Thomas Stritzke, Psychologe am Erlanger Klinikum am Europakanal

Herr Dr. Roland Weber, Rechtsanwalt und Mitarbeiter im DSB Referat Recht

Herr Werner Hagedorn, Vorsitzender des LV Bayern

Future Loops 4. Internationaler Kongress zu Höranlagen und Barrierefreiheit 6.- 8. Oktober 2017 in Berlin

    

IFHOH und DSB Conference Statement
7. Oktober 2017
– Barrierefreiheit für schwerhörige Menschen im öffentlichen Raum- Initiiert durch die International Federation of Hard of Hearing People veranstaltete der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. vom 6. bis 7. Oktober 2017 in Berlin den 4. Internationalen Kongress zu Höranlagen und Barrierefreiheit unter dem Motto “Future Loops”. Der Kongress beschäftigt sich mit Hörtechnologien für schwerhörige Menschen fokussiert auf Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Laut Weltgesundheitsorganisation sind weltweit mehr als 360 Millionen Menschen hörbehindert. Viele schwerhörige Menschen tragen Hörgeräte oder Cochlea Implantate. Fast alle haben Schwierigkeiten im öffentlichen Raum zu verstehen. In vielen Hörgeräten und Cochlea Implantaten ist die bewährte T-Spule (Induktionsspule) integriert, die mit Hörschleifen in öffentlichen Räumen zusammenwirkt. Deshalb werden zur Herstellung von Barrierefreiheit für schwerhörige Menschen in öffentlichen Räumen Hörschleifenanlagen / Induktive Höranlagen empfohlen. Die T-Spule sollte in jedem Hörgerät eingebaut und aktiviert sein und parallel zu etwaigen anderen neuen Technologien zur Verfügung stehen. Das Kongressmotto “Future Loops” steht darüber hinaus für die Entwicklung von Systemen, die die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum weiter verbessern. Wichtige Merkmale solcher zukünftiger Systeme sind: Mehrere Audio Stereo Kanäle, hohe Tonqualität, Störungsfreiheit, möglichst geringe Ton-Verzögerung und weitere Kanäle für Untertitel und Text. Hersteller von Hörgeräten, Cochlea Implantaten, Smartphones, Telefonen und anderen drahtlosen Zusatzgeräten sollten gemeinsam mit Normierungsgremien für Kommunikation und Organisationen schwerhöriger Menschen Standards erarbeiten für zukünftige Systeme, die den Zugang schwerhöriger Menschen im öffentlichen Raum sicherstellen.
— IFHOH ist eine internationale nicht-staatliche Organisation, die in Deutschland registriert ist und weltweit mehr als 40 nationale Mitgliedsorganisationen hat. IFHOH und die European Federation of Hard of Hearing People (EFHOH) wollen das Verständnis für das Thema Hörverlust fördern und den Zugang von schwerhörigen Menschen verbessern. IFHOH wirkt beratend im United Nations Economic and Social Council (ECOSOC), ist in die Weltgesundheitsorganisation aufgenommen und Mitglied in der Internationalen Behinderten Allianz. Weitere Informationen finden Sie auf der IFHOH Website: http://www.ifhoh.org  bzw. der EFHOH Webseite: http://www.efhoh.org
Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB), einer der ältesten deutschen Behindertenverbände, wurde im Jahr 1901 von Margarethe von Witzleben in Berlin gegründet und war weltweit die erste Organisation schwerhöriger Menschen. Der Verband vertritt die Rechte und Interessen schwerhöriger und ertaubter Menschen mit dem Ziel, die Teilhabe am öffentlichen Leben sicherzustellen und Menschen zu befähigen, selbst für Ihre Belange einzutreten.

Weitere Informationen: http://www.schwerhoerigen-netz.de

Kontaktadressen:
DSB: dsb@schwerhoerigen-netz.de      IFHOH: info@ifhoh.org

EFHOH: office@efhoh.org

Tag der Hörgeschädigten in Thüringen am 30.09.17 in Weimar

Einer guten Tradition folgend, lädt der Landesverband der Hörgeschädigten Thüringen am letzten Samstag im September zu einem Hörtag ein. In diesem Jahr fand er in Weimar im Azurit Seniorenzentrum „Schillerhöhe“ statt. Auch die Landesverbände der Schwerhörigen aus den Nachbarländern ( Hessen, Bayern, Sachsen ) waren mit eingeladen. Aus Erlangen war die stellvertretende Vorsitzende vom LV Bayern angereist, für den LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. nahm der Leiter des HÖRBIZ Sachsen, Herr Dr. Matthias Müller, daran teil. Der Vorsitzende des Landesverbandes in Thüringen, Herr Jens Elschner, eröffnete den Tag und begrüßte mehr als 40 Teilnehmer, darunter Landtagsabgeordnete, die Behindertenbeauftragte von Weimar, eine Vertreterin der PARITÄT Thüringen sowie Hörakustiker, den Vertreter der Firma Phonak für die Region Ost, die Vertreterin der AOK PLUS für die GKV Förderung sowie die Mitglieder der Selbsthilfegruppen der Schwerhörigen bzw. CI-Träger aus dem Freistaat Thüringen. Nach einem Impulsvortrag von Herrn Elschner zum Anliegen und Thema des Tages (Inklusion von Hörgeschädigten in Thüringen), stellte die Firma Phonak ihre Produktpalette vor. In einer Podiumsdiskussion diskutierten die Vertreter aus Politik, Kommune und Hörakustik mit den Betroffenen das Thema. Am Nachmittag erläuterte die AOK ihre Pauschal- und Projektfördermöglichkeiten nach § 20 h des SGB V, als wesentliches Unterstützungsmittel für Inklusionsprojekte. Abgerundet wurde der Tag mit der Würdigung und Ehrung verdienstvoller Mitglieder im Landesverband für ihr engagiertes Wirken.

Herr Elschner, Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen, bei der Eröffnung

die Vertreter aus Politik, Kommune und Hörakustik bei der Podiumsdiskussion

die Vertreterin der AOK bei der Präsentation der Pauschal- und Projektfördermöglichkeiten