30 Jahre Schwerhörigenarbeit im Erzgebirge

Anlässlich des 30 jährigen Bestehens der Schwerhörigenarbeit im Erzgebirge, hatte der Schwerhörigenverein im Erzgebirgskreis seine Mitglieder, Vertreter anderer Schwerhörigenorganisationen in Sachsen, politische und gesellschaftliche Entscheidungsträger sowie andere Selbsthilfeorganisationen und am Thema „Hören“ Interessierte zu einem Informations- und Begegnungstag am 25.08.18 in das Haus des Gastes „Kaiserhof“ in Markersbach eingeladen. Trotz vieler Terminhäufungen an dem Tag, waren ca. 40 Personen der Einladung gefolgt und erlebten ein interessantes, von vielen Informationsvermittlungen und kulturellen Beiträgen geprägtes Programm. Nach der Begrüßung und Eröffnung des Tages durch die Vorsitzende des Schwerhörigenverein, Frau Katrin Schwenke und der musikalischen Begleitung durch Herrn Thomas Ficker, einem CI-Träger aus dem Verein, überbrachte Herr Krauß, Mitglied des Bundestages, die herzlichen Glückwünsche zum Jubiläum, verbunden mit dem Dank für die geleistete Arbeit, danach musste er schon zum nächsten Termin weiter. In der Festrede zum Jubiläum betonte der stellv. Vorsitzende des Vereins, Herr Dr. Matthias Müller, welche Höhen und Tiefen es in den zurückliegenden Jahren gab, wie sich die politische Wende und der Verlust des Hörgeschädigtenzentrum Antonshöhe auf den Verein auswirkten. Im Anschluss daran schlossen sich Grußworte und Gratulationen an, von der Kommune Raschau-Markersbach durch den Bürgermeister Herrn Tröger, von Vertretern der Schwerhörigenorganisationen, vom Körperbehindertenkreis der Ephorie Aue und anderen. Abschluss des Vormittagsprogrammes bildeten die Auszeichnungen von langjährigen Mitgliedern durch das DSB Präsidium, darunter Sonja Müller und Rüdiger Schwenke, als Gründungsmitglieder vor 30 Jahren. Nach einem stärkenden Mittagessen gab es einige Informationen zur Selbsthilfe in Sachsen und der Besuch der Ausstellerstände ( historische Sammlung von Hörhilfsmitteln, Fa. Humantechnik – Hörhilfsmittel von heute und vom LV der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. ) stand allen Teilnehmern offen. Mit einem Kulturprogramm aus „Tanzshow“ und vom „Lachmuskeltrainer“ trat eine weitere Abwechslung im Ablauf des Tages ein. Ein leckeres Kuchenbuffet lud anschließend die Anwesenden ein. Danach war Zeit und Möglichkeit für individuelle Beratung, einen Hörtest und Begegnung unter den Teilnehmern.

Die Verantwortlichen und Organisatoren dieses Tages ( Vorstand des Vereins ) bedanken sich nochmals bei allen Teilnehmern, Gratulanten und Freunden für diesen gelungenen Tag.

die Vorsitzende des Schwerhörigenverein, Frau Katrin Schwenke bei der Eröffnung

mit musikalischer Begleitung durch Herrn Thomas Ficker

der stellv. Vorsitzende des Vereins, Herr Dr. Matthias Müller bei der Festrede

Herr Krauß, Mitglied des Bundestages überbrachte herzliche Grüße

von der Kommune Raschau-Markersbach gratulierte der Bürgermeister Herr Tröger den Jubilaren

Frau Renate Seidl vom Schwerhörigenbund Borna e. V. bei der Überreichung von Gastgeschenken

die Ehrung der Gründungsmitglieder

Blick in die Runde

Mitglieder der Tanzshow bei ihrer Darbietung

der Lachmuskeltrainer

Werbeanzeigen

8. CI Sommerfest des Uniklinikums Leipzig

Am 18.08.18 hatte das Uniklinikum Leipzig zum 8. CI Sommerfest in das CIZL alle Hörgeschädigten, CI-Träger und am Thema Interessierte eingeladen. Der Einladung waren ca. 60 Personen gefolgt. Die Veranstaltung in diesem Jahr stand unter dem Thema „Selbsthilfe im Blickpunkt“. Deshalb hatte man keine CI-Herstellerfirmen zur Präsentation eingeladen, sondern Selbsthilfevertreter, die ihre Angebote an Informations- und Begegnungsständen präsentierten. Darunter war auch der Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V., der gemeinsam mit s einen Mitgliedern, dem 1. Leipziger Schwerhörigenbund 1913 e.V. und der CI Selbsthilfegruppe Chemnitz/Erzgebirge „CI Lauscher“, einen Stand gestalteten, an dem die vielfältigsten Infomaterialien ausgelegt wurden und man einen kostenlosen Hörtest machen konnte. Am Vormittag stellte der CI Träger Claudius Milde seinen nicht leichten Weg zum CI und seine berufliche und familiäre Entwicklung dar. Danach berichtete eine Mutter vom Schock nach der Geburt zu erfahren, dass ihr Sohn Lenny Möbius ertaubt ist, mit Hörgeräten versorgt wurde, die nichts brachten und schließlich mit zwei Jahren mit CI implantiert wurde. Danach setzte eine tolle Entwicklung im Hören und Verstehen/Spracherwerb ein, heute ist Lenny in der zweiten Klasse einer Regelschule. Dann berichtete Heidrun Ruden von ihrer Beratungsarbeit im „Haus ohne Barrieren“ in Leipzig und von den Angeboten des Schwerhörigenbundes. Auch Birgit Rau vom Stadtverband der Hörgeschädigten Chemnitz stellte in ihrem Referat das Miteinander der Hörgeschädigten, auch durch Anwendung der Gebärdensprache, vor. Den Abschluss des Programms vor der Mittagspause bildete die Spendenscheckübergabe des Lions-Club Markkleeberg an das CI-Zentrum. Von Anett Zimmermann wurde das SHG Programm der CI Gruppe Chemnitz/Erzgebirge vorgestellt und der große Bedarf an CI Informationen erläutert. Den Abschlussvortrag des Tages hielt Prof. Dr. Fuchs ( Leiter des CIZL ) zum Thema „Kommunikation auf Augenhöhe – eine Selbstverpflichtung“ in den CI Zentren Mitteldeutschlands, eine Initiative zur Qualitätssicherung in den Zentren. Somit erlebten alle Teilnehmer einen hoch interessanten, sehr informativen Tag.

 

Schwerhörigenverein im Erzgebirgskreis wählt neuen Vorstand

Die ursprünglich für Mai 2018 angedachte Mitgliederversammlung des Schwerhörigenverein im Erzgebirgskreis musste wegen Krankheit einiger Mitglieder verschoben werden. Nun war der „Nachholetermin“ am 27.07.2018 herangekommen und 9 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, um im Beratungsraum neben dem Büro in Aue die Mitgliederversammlung mitzugestalten. Als Auftakt in die Versammlung gab es für alle Anwesenden Kaffee und Kuchen und eine „Erzählrunde“, was sich seit der letzten Vereinsveranstaltung alles so ereignet hat. Gegen 15:15 Uhr eröffnete die Vorsitzende, Frau Katrin Schwenke, die Mitgliederversammlung. Nachdem sie die Ordnungsmäßigkeit und Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt hatte, wurde die vorgeschlagene Tagesordnung ohne Änderungen/Ergänzungen einstimmig bestätigt. Sie schlug für den weiteren Versammlungsverlauf Herrn Dr. Müller als Versammlungsleiter vor. Da es dazu keine Einwände gab, rief Dr. Müller als nächsten TOP den Rechenschaftsbericht des Vorstandes für das Kalenderjahr 2017 auf, den Frau Schwenke hielt. Danach schloss sich der Kassenbericht an. Da Herr Reich als Schatzmeister im Vorstand zurückgetreten war, übernahm Dr. Müller als stellvertretender Vorsitzender des Vereins die Berichterstattung. Wegen kurzfristiger Krankheit konnte die Rechnungsprüferin, Frau Steffi Katzer, nicht anwesend sein, die zweite Prüferin, Frau Angelika Müller, weilt zur Kur. Somit wurde der Bericht der Rechnungsprüfer verlesen und das unterzeichnete Originaldokument den Anwesenden zur Einsicht gegeben. In der anschließenden Diskussion tauschten die Anwesenden ihre Meinungen zu den Vereinsaktivitäten aus. Auch Rückfragen zum Kassenbericht konnten umfassend beantwortet werden. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, konnte über die Berichte abgestimmt werden, alle waren mit den Ausführungen einverstanden. Nach der anschließenden Entlastung des Vorstandes, wurde der TOP „Satzungsänderung“ aufgerufen. Da einige formale Änderungen in der Satzung vorzunehmen waren, wurde auch die Anzahl der Vorstandsmitglieder auf 3 reduziert. Dies begrüßten und bestätigten die Anwesenden mit der einstimmigen Annahme der Satzungsänderungen. Auf dieser Grundlage konnte nun der neue Vorstand gewählt werden, da die Amtszeit des alten Vorstandes abgelaufen war. In geheimer Abstimmung wurde der 3-köpfige Vorstand mit Frau Katrin Schwenke, Frau Erika Morgenroth und Herrn Dr. Matthias Müller gewählt. In der internen Funktionsverteilung wurde Frau Schwenke wieder zur Vorsitzenden, Dr. Müller als stellvertretender Vorsitzender und Frau Morgenroth als Schatzmeister bestimmt. Als letzter TOP wurden die laut Satzung zu fassenden Beschlüsse zum Mitgliedsbeitrag, zum Arbeitsprogramm und zum Haushaltsplan 2019 getroffen. Weitere Informationen aus dem Vereinsterminplan und vom Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen e.V. schlossen sich an. Somit hat der Schwerhörigenverein im Erzgebirgskreis für die nächsten 4 Jahre einen neuen Vorstand, dem viel Erfolg und eine glückliche Hand gewünscht wird.

 

Seminar der EUTB- Beratungsstelle des DSB zur Online-Beratung

Vom 25.-27.07.18 trafen sich die ehrenamtlichen und hauptamtlichen (EUTB-Beratungsstellenvertreter) in Berlin zu einer Schulung in der „Beranet Software“, um mit dieser nach der neuen EU-Datenschutzverordnung gültigen Internethandhabung eine Online-Beratung durchführen zu können. Zunächst wurde mit der langjährigen Verantwortlichen für die Online-Beratung im DSB, Frau Sabine Grehl, ein Erfahrungsaustausch und eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Anschließend wurde die DSB-Plattform und der Zugang zur Online-Beratung über einen anonymisierten Kundeneinstieg beraten und erprobt. In diesem Zusammenhang wurde eine Arbeitsrichtlinie für die Online-Beratung im DSB ausformuliert und verabschiedet. Der zweite Seminartag galt der Beranet-Schulung mit Frau Bulut von der Entwicklerfirma „Zone 35“. Nach der umfassenden Erläuterung des Aufbaus und der Vernetzung der Module/Masken der Software wurde ein fiktiver Probelauf initiiert. Dazu konnten die Erkenntnisse zur Handhabung der Software weiter vertieft, aber auch eine Reihe von Problemen aufgezeigt werden. Bei den hochsommerlichen Temperaturen im Seminarraum führte dies zu „Schweißausbrüchen im doppelten Sinne“. Der letzte Schulungstag galt der Abstimmung der nächsten Arbeitsschritte. So wird es in der ersten Septemberwoche eine „heiße Erprobungsphase“ geben, in dem die Onlineteammitglieder sich untereinander „Online-Anfragen“ stellen und durch die Koordinatoren des Projekts in der DSB- Geschäftsstelle in Berlin die Beantwortung ausgewählten Beratern aus dem Team zuweisen. Am 17.09.18 soll dann der offizielle Start im Internet für die DSB- Online- Beratung über Beranet erfolgen. Bereits im Oktober trifft sich das Team zu einer weiteren Schulung in Berlin, um den Anlauf und die ersten Erfahrungen zu analysieren. Die spannende Frage wird sein, wie wird das neue Angebot von Ratsuchenden angenommen?